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Österreicher für härteren Asyl-Kurs

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Österreicher sehen Zuwanderung kritisch
©APA, HELMUT FOHRINGER, THEMENBILD
Die Österreicher unterstützen mit großer Mehrheit einen schärferen Kurs gegenüber Flüchtlingen. Das legt zumindest der vom Innenministerium in Auftrag gegebene "Themenmonitor" nahe, für den das Institut IPSOS mehr als 1.200 Personen befragt hat. Demnach wollen die Österreicher, dass Personen, die über Schlepper ins Land gekommen sind, keinen Asylantrag stellen können. Ferner befürwortet man die Verpflichtung zu gemeinnützigen Arbeiten.

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Die Zustimmungsraten zu den diversen möglichen Verschärfungen sind sehr hoch. Jeweils 69 Prozent befürworten das Antragsverbot für geschleppte Personen und konsequente Rückführungen stark. Ähnliche Werte erhalten die Frage nach gemeinnütziger Arbeit und einer sofortigen Rückweisung an den Grenzen. Immerhin noch 61 Prozent sind dafür, Sozialleistungen weiter einzuschränken. Selbst die Einschränkung der medizinischen Leistungen auf eine Grundversorgung wird von einer knappen Mehrheit unterstützt.

Gesamt sind nur 36 Prozent der Meinung, dass die gegenwärtige Zahl an Asylwerbern und sonstigen Flüchtlingen auf jeden Fall oder eher verkraftbar ist. Jüngere Menschen bis 29 haben hier mit einer Zustimmung von 45 Prozent eine deutlich positivere Sicht. Bei höher Gebildeten mit Hochschulabschluss ist das Verhältnis zwischen den beiden Ansichten sogar beinahe ausgeglichen. In ländlichen Gebieten ist die Sorge wiederum größer als in Städten.

Insgesamt wird Zuwanderung in den unterschiedlichsten Bereichen tendenziell negativ gesehen. Selbst im Bereich Gesundheit und Pflege sind es nur 22 Prozent, die sehr positive oder positive Auswirkungen von Zuwanderung sehen. Besonders kritisch werden die Sektoren Bildung und Wohnen betrachtet. Hier erkennen nur neun bzw. acht Prozent positive Auswirkungen.

Abgefragt wurde auch, was die Österreicher von erweiterten polizeilichen Befugnissen halten, und das Ergebnis wird das Innenministerium wohl freuen. Denn mehr als drei Viertel unterstützen die Messenger-Überwachung zur Verhinderung von Terrorakten. Je älter die Befragten waren, umso höher war die Zustimmung zu dem vom Nationalrat bereits verabschiedeten Vorhaben.

Auch eine Ausweitung der Video-Überwachung findet Gefallen bei der Bevölkerung. 72 Prozent sind dafür, dieses Instrument an öffentlichen Plätzen vermehrt einzusetzen. Auch hier sind die jüngeren Befragten skeptischer als die älteren Gruppen.

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