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Diese Angaben hätten auch einige der Überlebenden der spanischen Polizei bestätigt, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE am Donnerstag. Caminando Fronteras verfügt über ein Netz von Mitarbeitern und Informanten in Ländern Nord- und Westafrikas. Über dieses Netzwerk sowie durch direkten Kontakt mit Familien der Migranten erfährt die spanische NGO oft zeitnah, wann, wo und mit wie vielen Personen ein Boot in Richtung der Kanarischen Inseln ablegt. Oft erreichen die Organisation Notrufe von Booten oder von Angehörigen. Caminando Fronteras alarmiert dann die staatlichen Seenotrettungsdienste.
Die Fahrt in kleinen offenen Holzbooten über den offenen Atlantik gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten seit Jahresanfang mehr als 4.800 Menschen von Afrika aus die zu Spanien gehörenden Kanaren. Wie viele Menschen dabei durch Stürme, Hunger oder Durst ums Leben kamen, ist nicht genau bekannt. Das UNHCR zählte im Atlantik und im westlichen Mittelmeer insgesamt seit Jahresbeginn 586 Tote oder Vermisste, während Caminando Fronteras schon bis Mai von mehr als 1.300 Toten und Vermissten ausgeht.
