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"Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden", teilte Gouverneur Guzmán über die Plattform X mit. Der Angriff ereignete sich Guzmán zufolge im Ort Cajibío im Südwesten Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus und explodierte. Auf vom Gouverneur auf X geteilten Bildern waren erhebliche Schäden an mehreren Fahrzeugen zu sehen. Die Zeitung "El Tiempo" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Straße gestoppt und blockiert. Offizielle Angaben zu möglichen Verdächtigen gab es von den Ermittlungsbehörden zunächst nicht.
Im Vorfeld der ersten Runde der Wahl am 31. Mai ist die Lage in Kolumbien angespannt. Erst am Freitag war bei einem Anschlag auf einen Militärstützpunkt in der Region Cali ein Mensch getötet worden. In den Regionen Cauca und Cauca-Tal gab es nach Angaben des Verteidigungsministeriums zudem 26 bewaffnete Angriffe innerhalb von zwei Tagen.
Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind. Viele der bewaffneten Gruppen Kolumbiens, die einst linken oder rechten Ideologien anhingen, sind heute kriminelle Banden, die sich insbesondere durch den lukrativen Kokainhandel finanzieren. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt.





