ABO

Mehrere Opfer nach Schießerei in Schule in Oregon

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
Polizei wurde zu US-Schule gerufen (Symbolbild)
©DAVID RYDER, Getty Images North America, APA
Ein Bewaffneter hat am Donnerstag an einer Volksschule in Bend im US-Bundesstaat Oregon das Feuer eröffnet und mehrere Menschen verletzt, darunter Kinder. Der Schütze sei getötet worden, möglicherweise von einem bewaffneten Passanten, teilte die Polizei mit. Die US-Sender CNN und CBS News berichteten später unter Berufung auf Ermittlerkreise, bei dem Vorfall seien ein Erwachsener und drei Kinder getötet worden. Demnach war der Angreifer 16 Jahre alt.

von

News auf Google bevorzugen

Die Polizei hatte bei einer ersten Pressekonferenz von mindestens zwei Verletzten gesprochen, die in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht worden seien. "Unter den Opfern befinden sich auch Kinder", sagte Polizeisprecherin Sheila Miller. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte zu mehreren Todesopfern gab es zunächst nicht.

Der erste Notruf zu dem Vorfall an der Silver Rail Elementary School sei um 13.00 Uhr Ortszeit eingegangen. Der Anrufer habe gesagt, ein unbekannter Mann habe auf ein Auto geschossen, erklärte die Polizei. Kurz darauf meldeten sich weitere Anrufer und beschrieben, dass der Täter die Schule betreten und das Feuer eröffnet habe. Sekunden später eingetroffene Beamte hätten den erschossenen Verdächtigen gefunden. "Wir haben noch keine Bestätigung, wer den Verdächtigen erschossen hat. Möglicherweise war es ein Passant", sagte die Polizeisprecherin.

Bend liegt im Zentrum Oregons, rund 280 Kilometer südöstlich von Portland, und hat etwa 100.000 Einwohner. Die Silver Rail Elementary School unterrichtet Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse, also etwa im Alter von fünf bis elf Jahren. Rund 450 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule, etwa 40 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Die US-Abgeordnete Maxine Dexter bezeichnete die Schießerei als einen "verheerenden Tag für Oregon". "Schulen sollten Orte des Lernens, der Freundschaft und der Freude sein. Es liegt in meiner Verantwortung und in der Verantwortung aller Gesetzgeber, alles in unserer Macht Stehende zu tun, damit unsere Kinder sicher sind", erklärte sie in einer Stellungnahme. Die Gouverneurin von Oregon, Tina Kotek, schrieb auf X: "Während wir mehr über das tragische Ereignis an der Silver Rail Elementary School in Bend erfahren, müssen wir zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen."

FBI-Direktor Kash Patel erklärte im Onlinedienst X, Bundesbeamte seien vor Ort und unterstützten die örtlichen Behörden bei den Ermittlungen. Seine Behörde werde "alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen".

In den USA gehört Schusswaffengewalt faktisch zum Alltag, die Opferzahlen gehen jedes Jahr in die Zehntausende. Pistolen und Waffen größerer Kaliber sind leicht zugänglich und millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen zwar immer wieder Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts - in der Regel bleiben diese aber folgenlos. Reformversuche scheitern letztlich meist am Widerstand der Waffenlobby und ihr wohlgesonnener Republikaner.

Laut einer Analyse von CNN gab es in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr mindestens 52 Schusswaffenvorfälle an Schulen, bei denen mindestens 28 Menschen getötet und 48 weitere verletzt wurden.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC starben 2024 gut 44.400 Menschen infolge des Gebrauchs von Schusswaffen. Dies war laut dem Forschungsinstitut Pew Research Center das letzte Jahr, in dem Daten vollständig erhoben wurden. Die Zahlen der CDC umfassen sowohl Tötungsdelikte als auch Suizide mit Schusswaffen. Laut Pew Research Center war 2024 bei drei Vierteln aller Tötungsdelikte in den USA eine Schusswaffe involviert.

Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER