Wegen steigender Zinsausgaben korrigiert das Finanzministerium die Defizitprognose für das kommende Jahr nach oben. Man werde in der Vorausschau an die EU das Defizit für 2027 von 3,5 auf 3,6 Prozent erhöhen, kündigte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal an. Grund dafür seien die höheren Zinssätze in den USA, die Auswirkungen auf ganz Europa hätten und Österreich im kommenden Jahr 500 Millionen Euro mehr an Zinsausgaben beschere.
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Im heurigen Jahr sei man mit dem Budget auf Kurs, betonte Marterbauer, für das kommende Jahr gebe es aber dunkle Wolken der Weltwirtschaft. Die höheren Zinsausgaben könne Österreich nicht beeinflussen, "das ist eine schlechte Nachricht". Mittelfristig will der Finanzminister weiter am Ziel, das Budgetdefizit bis 2028 auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken, festhalten.
