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Ein inoffizielles Ergebnis wird dann gegen Vormittag erwartet - je nach Trend dürfte eine Seite ihren Sieg erklären. Mit dem offiziellen Ergebnis wird später gerechnet.
Abela hatte Ende April die eigentlich für kommendes Jahr erwartete Parlamentswahl vorgezogen. Er hatte globale geopolitische Sorgen als Begründung dafür genannt und erklärt, seine Regierung brauche ein neues Mandat, um Malta und die Bürger durch eine drohende Energiekrise zu führen.
Im Wahlkampf präsentierte Abela (48) Labour als Partei der wirtschaftlichen Stabilität und Glaubwürdigkeit. Regierungschef von Malta ist Abela seit 2020. Die rivalisierende Nationalist Party konzentrierte ihren Wahlkampf hingegen vor allem auf den 30 Jahre alten Borg. Sie stellte Borg - Anwalt und Mr.-World-Malta-Gewinner von 2020 - als neuen, energiegeladenen Politiker dar, der das Land nach 13 Jahren Regierung der Labour-Partei neu ausrichten könne.
Die maltesische Wirtschaft läuft gut. Es gibt aber Bedenken, dass die Konflikte im Nahen Osten die Inflation in dem importabhängigen Inselstaat anheizen und den Tourismus durch steigende Kerosinpreise belasten könnten. Maltas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um vier Prozent, die Inflation ist niedrig und die Arbeitslosigkeit verschwindend gering. Zudem sind die Strom- und Kraftstoffpreise seit fast zehn Jahren eingefroren und damit die niedrigsten in der Europäischen Union.
Abela setzte im Wahlkampf auf die Konjunkturstärke des Landes und versprach Kompetenz und Stabilität. Die oppositionelle Nationalistische Partei unter ihrem neuen Vorsitzenden Alexander Borg kritisierte, dass sich das Wirtschaftswachstum nicht in einer besseren Lebensqualität niederschlage.
Ein starker Zuzug von Arbeitsmigranten in den vergangenen zehn Jahren hat zudem zu Diskussionen über steigende Mieten und Belastungen der Infrastruktur sowie des Gesundheitswesens geführt. Obwohl sechs Parteien auf dem Wahlzettel stehen, dominieren Labour und die Nationalisten die Politik Maltas. Seit 1966 haben nur diese beiden den Einzug ins Parlament geschafft, während kleinere Gruppierungen stets weniger als fünf Prozent der Stimmen erhielten.






