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Macron wirft "ultralinken" Gruppen Umsturzversuch vor

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Macron spricht von einem Umsturzversuch "ultralinker" Gruppen
©Pool, Afp, APA, TERESA SUAREZ
Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron "ultralinken" Gruppen einen versuchten Umsturz vorgeworfen. Die "organisierten" Gruppen hätten "aufrührerische Handlungen" von "äußerster Gefährlichkeit" begangen und versuchten, "die Republik zu Fall zu bringen", sagte Macron am Donnerstag in Paris. Begangene Straftaten müssten mit "größter Härte" geahndet werden, ergänzte er. Indes rüstet sich Paris vor neuen Demos.

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Vor den am Samstag geplanten neuen Protesten in Frankreich werde am Freitag unter seiner Leitung eine Sitzung des Verteidigungsrates mit mehreren Ministern stattfinden, kündigte Macron weiters an. Dabei sollten "weitere Entscheidungen" getroffen werden, sagte der Präsident.

Am Samstag dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, fügte er hinzu. Außerdem würden die Behörden in diesem Fall "alternative Routen vorschlagen, um unsere Innenstädte zu schützen, und vor allem unsere Geschäfte und unsere öffentlichen Gebäude". Macron hatte sich am Donnerstag wegen der angespannten Situation im Elysée-Palast mit Vertretern der Geheimdienste getroffen.

Unterdessen rüstet sich Paris für neue Demonstrationen. Damit sollen massive Schäden wie am vergangenen Wochenende verhindert werden. Ladenbesitzer begannen im Zentrum der Stadt, Spanplatten vor ihre Schaufenster zu montieren, um Beschädigungen und Plünderungen zu verhindern. Die Stadtverwaltung rief Händler, Einwohner, Gastronomen und Firmen dazu auf, möglichst alle beweglichen Gegenstände aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, die als Wurfgeschosse oder Barrikaden verwendet oder in Brand gesetzt werden können.

Konkret geht es um Fahrräder, Mülltonnen, Tische und Stühle der Gastronomie und Baustellenabsperrungen. Beschäftigte der Stadt würden Glascontainer und Mülltonnen entfernen, Abfallkörbe leeren sowie Sperrmüll und Ablagerungen auf den Straßen sofort entfernen, teilte die Verwaltung mit. Die Müllabfuhr organisiere spezielle Touren, um schwere oder brennbare Gegenstände zu entfernen. Auch auf öffentlichen Flächen zurückgelassene Abfallcontainer würden abgeholt.

Am Samstag würden Stadtbeschäftigte mobilisiert, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten städtische Gebäude und Einrichtungen abzusichern. Außerdem sollten Beschäftigte auf den Straßen unterwegs sein, um bei möglichen Spannungen schlichtend einzugreifen. Mehrere im Stadtzentrum ursprünglich geplante Veranstaltungen seien abgesagt worden.

Zur schnellen Reinigung der Innenstadt nach den Demonstrationen seien mehr als 1.000 Beschäftigte am Wochenende in Paris im Einsatz. Einige hätten dafür ihren eigentlich geplanten Urlaub abgesagt. Die Stadtverwaltung bedankte sich auch bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, die seit Sonntag spontan bei den Aufräumarbeiten mit angepackt hätten.

Am Wochenende war es in Frankreich am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und mehrere Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.

France's President Emmanuel Macron addresses the audience as he chairs a security council gathering Prime Minister, relevant ministers, and intelligence agencies to review "security measures for the coming weeks" as France braced for more demonstrations just days after student and other rallies degenerated into some of the worst street unrest in years, at the Elysee presidential Palace in Paris on October 22, 2026. Emmanuel Macron on October 22, 2026 denounced "seditious acts" by "ultra-left" groups of "extreme dangerousness" aimed at "bringing down the Republic" and "acts of delinquency" also calling for "the greatest severity", in the violence and looting committed on the sidelines of protests against the "high cost of living" on October 17, 2026. (Photo by Teresa Suarez / POOL / AFP)

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