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Macron mahnt nach Tod eines Rechtsaktivisten zur Ruhe

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Frankreichs Präsident ruft vor Kundgebungen zur Ruhe auf
©AFP, APA, LUDOVIC MARIN
Nach dem gewaltsamen Tod eines rechtsextremen Aktivisten hat der französische Präsident Emmanuel Macron vor landesweiten Kundgebungen zur Ruhe aufgerufen. Die Märsche sind am Samstag im Gedenken an den 23-jährigen Quentin Deranque geplant. Er war vor einer Woche nach einer Auseinandersetzung mit linken Aktivisten vor einem Konferenzzentrum in Lyon gestorben. Der Vorfall war auf Video aufgezeichnet worden und hatte landesweit für Entsetzen gesorgt.

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Die Polizei befürchtet, dass es bei den Kundgebungen am Samstag zu Gewalt und Zusammenstößen zwischen verfeindeten extremistischen Gruppen kommen könnte. Der Fall vertieft die Gräben zwischen den politischen Lagern.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen mutmaßlichen Mordes eingeleitet und mehrere Verdächtige festgenommen. Unter ihnen befindet sich laut der Staatsanwaltschaft Lyon ein Mitarbeiter eines Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI). Die Opposition nutzt den Vorfall im Vorfeld der Kommunalwahlen im kommenden Monat und der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr für gegenseitige Vorwürfe. So warf der Vorsitzende des rechtsnationalen Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, LFI-Chef Jean-Luc Mélenchon vor, mutmaßlichen Mördern die Türen zum Parlament geöffnet zu haben.

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