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Moosbrugger sprach von einem "wichtigen, notwendigen Erste-Hilfe-Paket", um die Liquidität der Betriebe vorübergehend zu sichern. An "jene, die jetzt der Meinung sind, die Bauern haben sich es wieder gerichtet", wolle er aber klar sagen, dass dies deutlich verfehlt sei. Denn den größten Teil des Schadens hätten die Bauernfamilien selber zu tragen. Eine Versicherungspflicht lehnt der Landwirtschaftskammer-Präsident weiterhin ab.
Massive Kritik an den am Vortag präsentierten Maßnahmen kam indes weiter von den Freiheitlichen. Sie orten eine massive finanzielle Belastung der Landwirte, weil die bäuerliche Sozialversicherung zur Gegenfinanzierung der Entlastung in den kommenden Jahren von ihren Überschüssen 50 Millionen Euro jährlich an den Bund übertragen soll. "Die Dürre wird genutzt, um in der Notlage den Bauern zusätzlich in die Tasche zu greifen und Geld von den Bauern für die Budgetsanierung in Richtung Bund umzuverteilen", kritisierte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung. "Diese 'tolle' Hilfe nimmt den Bauern unterm Strich 110 Millionen Euro weg. Man leiht ihnen heute 140 Millionen und zwingt sie, in den nächsten Jahren 250 Millionen zurückzuzahlen, ohne dass sie sich dagegen zur Wehr setzen könnten", so Schnedlitz.
Auch Niederösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) sah die Bauern "hinters Licht geführt" und sprach von einer "dreisten Abzocke". Angesichts von bereits mehr als einer Milliarde Euro an direkten Dürreschäden sei das Paket "ein absoluter Murks und ein Schlag ins Gesicht", so Landbauer.
