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Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagfrüh in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.
In Bahrain sind indes Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.
Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. Am Samstag war bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain Sachschaden entstanden.
Die USA verurteilten unterdessen gemeinsam mit Saudi-Arabien und weiteren arabischen Staaten die Raketen- und Drohnenangriffe des Irans. Die Handlungen Teherans stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und gefährdeten Zivilisten, heißt es in einer am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Länder bekräftigen zudem ihr Recht auf Selbstverteidigung.
Russland beginnt indes mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Iran. Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilte die russische Botschaft in Baku am Sonntag (Ortszeit) mit. Das russische Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der USA und Israels empfohlen, sichere Regionen im Iran und in Israel aufzusuchen oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus dem Iran nach Aserbaidschan gebracht worden, darunter 82 aserbaidschanische Staatsbürger.






