von
Der Chef des nationalen iranischen Sicherheitsrats äußerte sich bei einem Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Munir hält sich im Zuge eines neuen pakistanischen Vermittlungsversuchs für ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA in der iranischen Hauptstadt auf.
Verhandlungen über das angereicherte Uran schloss Rezaei allerdings aus, "solange Amerika keine Schritte zum Vertrauensaufbau unternimmt". Dieser Prozess müsse "mit der Erfüllung der iranischen Bedingungen beginnen", sagte er.
Ähnlich äußerten sich Irans Präsident Masoud Pezeshkian und Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf. "Die Amerikaner müssen zunächst die Drohungen und Sanktionen beseitigen", sagte Pezeshkian bei seinem Treffen mit Munir. "Erst dann können wir in einen Dialog treten."
Qalibaf pochte außerdem darauf, dass die USA "die sieben Bedingungen" Teherans erfüllen müssten. Der Iran fordert unter anderem eine Waffenruhe im gesamten Nahen Osten, die Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte sowie die Aufhebung der Sanktionen gegen seinen Ölsektor.
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen. Trotz eines zwischenzeitlich ausgehandelten Waffenstillstands sind die Kampfhandlungen nie vollständig zum Erliegen gekommen. Eines der strittigen Themen in den Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen ist das iranische Atomprogramm und der Umgang mit Teherans Vorräten an auf waffenfähiges Niveau angereichertem Uran.
Der Iran verfügt über geschätzt 440 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde - eine Konzentration, die deutlich über der liegt, die normalerweise in Atomkraftwerken zum Einsatz kommt. Für den Bau einer Bombe sind 90 Prozent erforderlich. In einem inzwischen nicht mehr gültigen internationalen Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 war ein Grenzwert von 3,67 Prozent festgelegt worden.
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Langem vor, eine Atomwaffe bauen zu wollen. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt gefordert, dass die iranischen Uranbestände vernichtet werden müssten. Teheran wiederum beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anreichern zu dürfen.
An woman walks past a billboard displaying Iran’s national flag at Enghelab Square in Tehran on June 14, 2026. US President Donald Trump said that a deal with Iran to end the Middle East war could be signed on June 14, and that the strategic Strait of Hormuz would be "open to all" immediately after. But Iran's Fars news agency, citing "a well-informed source close to the Iranian negotiating team", reported that Tehran had "not yet taken or announced its final decision" on a deal. (Photo by AFP) /
