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Es ist der erste öffentlich bekannte Kontakt der beiden Politiker, seit die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen aus dem Jemen ihre Angriffe auf das Königreich intensiviert haben, meldete die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur. Die Regierung in Teheran sei bereit, einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen zu unterstützen, teilte der iranische Außenminister Araqchi auf Telegram mit. Saudi-Arabien seinerseits unterstützt die Regierung im Jemen und fliegt Luftangriffe auf Stellungen der Miliz im Jemen.
Mit dem Angriff vom Sonntag stieg die Zahl der Todesopfer bei Angriffen auf den Flughafen von Riad innerhalb einer Woche auf 18. Unter den Toten des Angriffs vom Samstag befanden sich vier saudi-arabische Staatsbürger, die übrigen Opfer waren nach Angaben der saudischen Behörden Ausländer.
Durch den Angriff vom Sonntag sei ein pakistanischer Staatsbürger getötet worden, teilte die saudi-arabische Luftfahrtbehörde in der Nacht auf Montag mit. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach einem Angriff, zu dem sich die vom Iran unterstützten Houthis aus dem Jemen bekannten. Dabei waren 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden.
Nach Angaben aus Saudi-Arabien wurden mehrere Geschosse abgewehrt. Zwei auf Riad abgefeuerte Raketen und eine weitere auf Khamis Mushait im Südwesten des Landes seien abgefangen worden, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Augenzeugen berichteten der dpa von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad. Der saudi-arabische Zivilschutz meldete, dass durch herabfallende Trümmerteile Sachschäden an einem Kindergarten und einem Klinikkomplex in Riad entstanden seien. Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen.
Die Türkei, Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien verurteilten die Angriffe der Houthi auf den internationalen Flughafen von Riad. Die Staatengruppe (R4) bezeichnete die Attacken in einer gemeinsamen Erklärung als gefährliche Eskalation und sichert Saudi-Arabien ihre Solidarität zu. "Die Gruppe macht die Houthi-Miliz voll verantwortlich für die Folgen dieser Angriffe und alle damit verbundenen Auswirkungen, die den regionalen und internationalen Frieden sowie die Sicherheit bedrohen, und fordert deren sofortige und bedingungslose Einstellung", hieß es.
US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, die Vereinigten Staaten erwögen, sich den saudi-arabischen Angriffen gegen die Houthis anzuschließen. Der Konflikt gilt als Teil einer breiteren regionalen Auseinandersetzung mit dem Iran, die die USA und Israel im Februar begonnen hatten.
Die Houthis warnten zugleich davor, dass alle Ölanlagen des Nachbarlandes Ziele ihrer Angriffe werden könnten. Die Miliz hatte in der Vergangenheit bereits Angriffe auf Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Saudi-Arabien für sich beansprucht. Auch Fluggesellschaften wurden von den Houthi erneut dazu aufgerufen, Flüge nach Saudi-Arabien einzustellen. Ausgenommen seien lediglich die Gebiete über den heiligen Städten Mekka und Medina.
Die Lufthansa Group, Muttergesellschaft der Austrian Airlines (AUA), setzt aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten ihre Flüge nach Riad aus. Die Verbindungen würden bis einschließlich 16. Oktober gestrichen, teilte Lufthansa am Donnerstag mit.
Eine fünftägige Konferenz der internationalen Energieorganisation WPC Energy wurde wie geplant am Sonntag in einem Kongresszentrum eröffnet, das rund zehn Kilometer vom Flughafen Riad entfernt liegt. Dies teilte das saudische Energieministerium mit. Auch ein Ministertreffen des International Energy Forum fand statt. Einige Minister reisten jedoch nicht an, sondern nahmen per Videozuschaltung teil. Zudem kündigten die saudischen Behörden an, den Präsenzunterricht an Schulen in Riad von Sonntag bis Donnerstag auf Fernunterricht umzustellen.
Unterdessen könnte Syrien in die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Houthi-Rebellen im Jemen eingreifen. Die Regierung in Damaskus erwäge die Entsendung militärischer Einheiten zur Unterstützung saudi-arabischer Truppen, sagten ein syrischer Beamter und ein US-Vertreter übereinstimmend. Saudi-Arabien pocht nach den Angriffen auf mehrere Flughäfen auf Hilfe seiner Verbündeten.
