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In Wien marschierte die Umweltbewegung ab 14.30 Uhr vom Praterstern los. Wie FFF-Sprecherin Laila Kriechbaum dann rund zwei Stunden später der APA mitteilte, nahmen laut eigenen Schätzungen rund 10.000 Personen an der Demonstration teil. Eine Endkundgebung inklusive Musik-Acts war ab 17.00 Uhr am Maria-Theresien-Platz in der Wiener City angesetzt.
Schon davor schrieb "Fridays For Future" in einer Aussendung, es gehe am Freitag um Klimaschutzmaßnahmen, "um Schlaf, der in überhitzten Wohnungen unmöglich wird, Krankenhäuser, in denen man Menschen nicht mehr pflegen könne, Klassenzimmer, in denen Lernen unmöglich wird, Baustellen, auf denen Menschen kollabieren und Felder, auf denen Ernten vertrocknen". Gefordert wurde unter anderem, die Klimaneutralität bis 2040 verbindlich im Klimagesetz zu verankern und ein Klimafahrplan, der nicht erst bis Ende 2027 ausgestaltet wird. Auch einen Stopp aller fossilen Großprojekte brauche es.
Der WWF schloss sich dem inhaltlich an: "Die Regierung muss unsere Lebensgrundlagen schützen, statt die nächsten Krisen einzubetonieren. Jeder Euro für klimafreundliche Mobilität und natürliche Schutzmaßnahmen macht Österreich krisenfester", wurde WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer zitiert. "Fossile Energie treibt unsere Kosten weiter in die Höhe und macht uns von Autokraten abhängig. "Niemand sollte im Winter zwischen einer warmen Wohnung und Lebensmitteln wählen müssen. Es braucht jetzt den mutigen Schritt hin zu heimischen, erneuerbaren Energien. Nur so schützen wir das Klima und machen Energie für alle leistbar", forderte Jasmin Duregger von der Umweltschutz-Organisation Greenpeace.
Die NGO Global 2000 wies hingegen in ihrer Aussendung auf die Risiken durch Rechenzentren hin. Diese "erhitzen die lokale Umgebung und verbrauchen gigantische Mengen an Wasser und Strom. Das befeuert die Wasserknappheit und verzögert den Ausstieg aus Öl und Gas. Denn die erforderlichen Strommengen sind aktuell schlicht nicht aus erneuerbaren Quellen verfügbar", wurde Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin bei der NGO, zitiert. Der KI-Boom belaste Klima und Umwelt massiv: "Die Regierung muss den rasanten, konzerngetriebenen Ausbau der Rechenzentren stoppen."
Aufgrund der Demonstration in Wien warnte der ÖAMTC auf seiner Onlinepräsenz vor temporären Sperren unter anderem zwischen Praterstern und Franzensbrückenstraße, Praterstraße bis Aspernbrücke, Franz-Josefs-Kai sowie Stubenring bis zum Dr.-Karl-Renner-Ring.
(S E R V I C E - https://fridaysforfuture.at/events/grossstreik)
