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Das Marien-Monument wurde von einem privaten Stifter errichtet. Der Unternehmer Roman Karkosik ist einer der reichsten Männer Polens. Der 75-Jährige hat es in der Autozuliefererbranche zu einem Vermögen gebracht und zählt zu den bekanntesten polnischen Börseninvestoren. Zu seiner Motivation für den Bau sagte der Multimillionär der "Financial Times" lediglich, er habe die Statue "aus Dankbarkeit gegenüber Maria" errichten lassen. Das polnische Fachportal "Architektura Murator" schätzte die Baukosten auf umgerechnet 23 Millionen Euro.
Die XXL-Maria von Konotopie ist nicht der erste große Sakralbau dieser Art in Polen. Bereits seit 2010 gibt es in Swiebodzin unweit der Grenze zu Deutschland eine riesige Jesusfigur. Die Statue lehnt sich an das berühmte Vorbild im brasilianischen Rio de Janeiro an. Die Figur misst mit Krone 36 Meter. Finanziert wurde dieses Projekt seinerzeit aus Spendengeldern.
Während die Bürger in Konotopie vor allem auf einen Zustrom von Touristen und Pilgern hoffen, gibt es in der polnischen Öffentlichkeit auch Kritik an dem Bauwerk. So nannte der Dominikaner-Pater Pawel Guzynski die Statue einen "King Kong auf dem Feld". Das ganze Vorhaben sei eine Form des Tanzes um das goldene Kalb, sagte der Geistliche dem Sender Radio Z in Anspielung auf eine biblische Erzählung über Götzenverehrung.
