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US-Präsident Donald Trump hatte das Bündnis mehrfach und mit deutlichen Worten dafür kritisiert, dass es sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringe. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Straße von Hormuz. Trump ging vor allem Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich immer wieder an.
Am Mittwoch war Rutte bei Trump im Weißen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete allerdings an, dass es ein hartes Gespräch war. "Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen."
Rutte habe dem Präsidenten gesagt, die überwältigende Mehrheit der Europäer tue genau das, was die USA von ihnen wollten. Manchmal brauche es ein paar Tage, aber jetzt stehe das Bündnis bereit, sowohl Europa als auch die USA zu verteidigen.
US-Präsident Donald Trump erwartet laut Ruttes Sprecherin konkrete Zusagen der Verbündeten für eine Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormuz. Rutte tausche sich mit den Partnern über seine Gespräche in Washington aus, teilte NATO-Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur mit.
"Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten konkrete Zusagen und Maßnahmen erwarten, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz zu gewährleisten", erklärte die NATO-Sprecherin. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen NATO-Beamten, dass die USA innerhalb von Tagen konkrete Pläne der europäischen Verbündeten dazu erwarteten. Ähnliches berichtete der "Spiegel".
Auch Ruttes Besuch hatte Trump auf der Plattform Truth Social seinen Unmut geäußert: "Die NATO war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schrieb er in Großbuchstaben. In einem weiteren, knappen Post warf er NATO-Partnern am Donnerstag vor, ohne Druck nichts zu verstehen. Konkreter wurde er dabei allerdings nicht.
Der Iran hatte die Straße von Hormuz Anfang März als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels blockiert. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Straße von Hormuz war damit praktisch nicht mehr möglich, die Weltmarktpreise stiegen rasant an.
WASHINGTON, DC - APRIL 09: NATO Secretary General Mark Rutte participates in a discussion with Ronald Reagan Presidential Foundation and Institute Policy Director Rachel Hoff at the Ronald Reagan Presidential Foundation and Institute on April 09, 2026 in Washington, DC. Rutte's remarks on sustaining the NATO alliance come a day after attending a White House meeting with U.S. President Donald Trump, who has criticized alliance members for declining to take part in his attack on Iran and threatened to pull the United States out of NATO. Andrew Harnik/Getty Images/AFP (Photo by Andrew Harnik / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)






