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Neben unter anderem einem Lebenslauf und einer aktuellen Strafregisterbescheinigung müssen Bewerberinnen und Bewerber auch ein Konzept für die mittel- und langfristige Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens beilegen. "Die Funktion verlangt Vertrauenswürdigkeit, Unbescholtenheit und ein Verhalten, das die Glaubwürdigkeit eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens sicherstellt", wird im Ausschreibungstext klargestellt.
Zu den Anforderungen gehört laut Ausschreibung etwa "eine für die Aufgaben relevante Vorbildung oder eine fünfjährige einschlägige oder hinsichtlich des Aufgabenbereichs verwandte Berufserfahrung", ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Führungserfahrung, vertiefte Kenntnisse des Medienmarktes, sehr gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder sehr gute analytische Fähigkeiten. Auch hohe soziale Kompetenz und Erfahrung in der digitalen Transformation werden erwartet.
Bezüglich der möglichen Vergütung heißt es weiters: "Die Entscheidung über die Vertragsgestaltung erfolgt gesondert von der Bestellung des Generaldirektors bzw. der Generaldirektorin unter Berücksichtigung eines internationalen Vergleichs und der Vorgaben der Vergütungsarbeitsgruppe." Laut dem veröffentlichten Transparenzbericht von März hatte der im Zuge von Belästigungsvorwürfen zurückgetretene ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zuletzt rund 427.500 Euro verdient.
Bewerber und Bewerberinnen müssen von einem Mitglied des Stiftungsrates zum Hearing am Tag der Bestellungssitzung eingeladen werden, wenn sie für den Posten zugelassen werden sollen. Ein zusätzliches öffentliches Hearing im Vorfeld der Bestellung werde ins Auge gefasst, heißt es weiters. Nach der vom Stiftungsrat beschlossenen Vorverlegung der Wahl soll die Entscheidung über die neue ORF-Spitze nun bekanntlich am 11. Juni fallen. "Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht", heißt es in der Ausschreibung.
(S E R V I C E - https://evi.gv.at )
APA/MAX SLOVENCIK





