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Fertigstellung des Umspannwerks Treibach: Kärnten Netz stärkt regionale Energieinfrastruktur

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Umspannwerk Treibach

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Die Kärnten Netz hat das neue Umspannwerk Treibach auf dem Krappfeld offiziell in Betrieb genommen. Südlich der Stadt Althofen gelegen, begann der Bau im Februar 2023 und wurde früher als geplant abgeschlossen. Die Investition von rund 20 Millionen Euro umfasst die Installation der größten 20-kV-Schaltanlage der Kärnten Netz mit insgesamt 34 Schaltzellen im Betriebsgebäude.

Bedeutung für die Region

Laut Gaby Schaunig, Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreterin, verdeutlicht dieses Projekt die zentrale Rolle der Kelag für die Region. "Sichere und leistungsstarke Netze sind eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende", betont Schaunig. Das Umspannwerk soll die Stadt Althofen und die umliegenden Gebiete wie das Krappfeld, das Gurktal, Friesach, das Metznitztal und teilweise das Görtschitztal langfristig mit Strom versorgen.

Energielandesrat Sebastian Schuschnig sieht darin einen "wesentlichen Schritt für die Standortsicherheit des Landes", da die ansässige Wirtschaft eine zuverlässige Energieversorgung benötigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der Kärnten Netz, ergänzt, dass das Umspannwerk mit Reserven für zukünftige Anforderungen konzipiert wurde. Sie erwartet eine steigende Netzbelastung durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, den steigenden Leistungsbedarf der Wirtschaft und neue Anwendungen wie E-Mobilität und Wärmepumpen.

Investitionen in die Zukunft

Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag, hebt hervor, dass das Umspannwerk Treibach exemplarisch für die umfangreichen Investitionen der Kelag in die Energieinfrastruktur steht. Neben Treibach sind auch die Umspannwerke in Gailitz, Rangersdorf, Ferlach und Wolfsberg Teil aktueller Erneuerungs- und Ausbauprojekte.

Stefan Greimel, Vorstandsmitglied der Treibacher Industrie AG, lobt die Fertigstellung als bedeutenden Meilenstein für die Region. Er betont die Wichtigkeit einer gut ausgebauten Stromnetzinfrastruktur für die Versorgungssicherheit sowohl im privaten als auch im wirtschaftlichen Bereich.

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Michael Marketz und Eva Tatschl-Unterberger (Geschäftsführung Kärnten Netz), Landesrat Sebastian Schuschnig, Kelag-Vorstand Reinhard Draxler, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Stefan Greimel, Mitglied des Vorstands der Treibacher Industrie AG (v. l. n. r.)

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Ausblick: Erneuerung des 110-kV-Netzes in Mittelkärnten

Parallel zur Inbetriebnahme des Umspannwerks Treibach wird auch das Projekt für eine neue 110-kV-Leitung in Mittelkärnten vorangetrieben. Diese Leitung soll von St. Veit an der Glan über Treibach nach Wietersdorf und weiter nach Brückl führen. Michael Marketz, Geschäftsführer der Kärnten Netz, berichtet von laufenden Vor- und Planungsarbeiten sowie Gesprächen mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern und Gemeinden entlang der geplanten Trasse.

Die neue Leitung, deren Genehmigung im ersten Quartal 2025 angestrebt wird, soll nach ihrer Fertigstellung die bestehende Leitung ersetzen. Draxler betont die Notwendigkeit dieser Investition von rund 90 Millionen Euro, um den zukünftigen Strombedarf der Region zu decken und die Energiewende voranzutreiben.

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