ABO

Umsatzrekord: BMW Group Österreich wächst trotz schwierigen Marktumfelds

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Artikelbild

Links: Harald Gottsche, Geschäftsführer BMW Motoren GmbH; rechts: Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria GmbH

©BMW Group

Die BMW Group in Österreich verzeichnet für das Geschäftsjahr 2025 einen historischen Umsatzbestwert. Der Konzern steigerte seinen Umsatz um über fünf Prozent auf fast zehn Milliarden Euro, angetrieben von starken Zulassungszahlen und dem Hochlauf der Elektromobilität.

In einem von volatiler Handelspolitik und intensivem Wettbewerb geprägten Umfeld bewies sich die BMW Group in Österreich 2025 als Stabilitätsanker. Der Gesamtumsatz, der die Bereiche Vertrieb, Financial Services, Motorenproduktion und Entwicklung umfasst, stieg auf 9,67 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von über fünf Prozent und liegt knapp 500 Millionen Euro über dem bisherigen Rekordwert. Alexander Bamberger, Geschäftsführer der BMW Austria GmbH, führt das Plus insbesondere auf starke Zulassungszahlen in Österreich sowie in der Region Zentral- und Südosteuropa zurück.

Im österreichischen Premiumsegment behauptete die BMW Group mit einem Marktanteil von über einem Drittel die Marktführerschaft. Bei den Neuzulassungen vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) lag die Marke BMW auf Platz eins. Besonders deutlich zeigt sich der Trend zur Elektromobilität im Finanzierungsbereich: Über 60 Prozent der über BMW Financial Services und Alphabet Austria geleasten oder finanzierten Fahrzeuge waren vollelektrisch. Die Vertriebsgesellschaft BMW Austria GmbH erzielte mit 1,17 Milliarden Euro Umsatz ebenfalls einen Rekord.

Investitionen und Wertschöpfung in Österreich

Das BMW Group Werk Steyr, das weltweit größte Motorenwerk des Konzerns, steigerte seine Produktion leicht auf knapp über 1,2 Millionen Motoren, was zu einem Umsatz von 4,45 Milliarden Euro führte. Ein wesentlicher Meilenstein war der Start der Serienproduktion von E-Motoren für den BMW iX3, das erste Modell der "Neuen Klasse". Für 2026 ist die Inbetriebnahme einer zweiten Produktionslinie für E-Motoren geplant. Harald Gottsche, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH, betonte den technologieoffenen Ansatz des Standorts.

Die wirtschaftliche Bedeutung der BMW Group für Österreich zeigt sich auch in den Investitionszahlen und der Beschäftigung. Das Unternehmen investierte 2025 über 450 Millionen Euro im Land, was mehr als 1,2 Millionen Euro pro Tag entspricht. Zudem kaufte der Konzern Waren im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro bei über 110 österreichischen Lieferanten ein. Die Zahl der Beschäftigten blieb stabil bei 5.600 Personen direkt und über 8.400 inklusive des Händlernetzwerks. Zudem befanden sich 2025 über 550 Lehrlinge in Ausbildung.

Ausblick auf neue Technologien

Seit Jänner 2026 beginnen im Werk Steyr die Vorbereitungen für eine weitere Antriebstechnologie: das Wasserstoff-Brennstoffzellensystem, dessen Marktstart für 2028 vorgesehen ist. Das Entwicklungszentrum in Steyr übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems. Der Umbau für die Vorserienproduktion startet bereits dieses Jahr. Insgesamt plant die BMW Group bis 2027 mehr als 40 neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, viele davon mit Antriebstechnik aus Österreich.

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER