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Diese Meisterleistung gelang der 27-Jährigen dafür souverän. So konnte die Sängerin sowohl das Publikumsvoting mit 312 Punkten als auch die Jurywertung für sich entscheiden, in der sie 204 Punkte erhielt. Damit gelang Bulgarien ein bravouröses Comeback beim Song Contest, bei dem man zuletzt 2022 vertreten war.
Auf Platz 2 kam Israels Vertreter Noam Bettan mit seinem rauchig gesungenen "Michelle" zum Liegen, der ebenfalls lange zwar unter den Top Ten, aber keinesfalls auf dem 2. Platz gesehen worden war. Das Stockerl komplettierte Rumäniens harte Rockröhre Alexandra Căpitănescu mit ihrem "Choke Me" - ebenfalls letztlich eine Überraschung, die sämtliche Prognosen der Buchmacher Lügen strafte.
Die lange Zeit als absolute Topfavoriten gesehenen Finnen Linda Lampenius & Pete Parkkonen erreichten am Ende "nur" Platz 6, ihre vermeintlich schärfste Gegnerin Delta Goodrem aus Australien kam auf den 4. Platz und der griechische Publikumsliebling Akylas schaffte gar nur Platz 10.
Und Österreichs Kandidat Cosmó kam als Vertreter des Gastgebers mit einem blauen Auge davon, hatte er doch lange als Kandidat für den letzten Platz gegolten, den nun die alte Popnation Großbritannien für sich reklamieren musste. Der 19-Jährige kam hingegen mit 6 Punkten am Ende immerhin auf den vorletzten Platz - und damit auf denselben, den beim letzten Heim-ESC 2015 die Makemakes erreicht hatten.
Der ESC-Tross zieht somit 2027 nach Bulgarien weiter, womit zugleich eine bunte ESC-Woche in Wien endete. Auch wenn das oftmals kühle und regnerische Wetter manch Feierstimmung auf die Probe stellte, ließen sich Tausende ESC-Fans seit der großen Eröffnung des Events am Wiener Rathausplatz am vergangenen Sonntag nicht abhalten, die zahlreichen Public-Viewing-Areale in der ganzen Stadt und am Finalabend auch in ganz Österreich zu besuchen.
Die indes für den Vortag des Finales und den Finaltag selbst angesetzten Gegendemonstrationen von pro-palästinensischen Aktivisten wegen der Teilnahme Israels am ESC fielen mit einigen Hundert Teilnehmern weit kleiner aus als zwischenzeitlich erwartet. Auch die aus den vorangegangenen ESC bekannten lautstarken Proteste gegen den israelischen Act vielen in der Wiener Stadthalle sehr moderat aus.
(S E R V I C E - www.eurovision.com )






