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Nach 10.000 Bären Unter den Linden in Berlin, 7.000 Dürer-Hasen in Nürnberg oder 800 Luther-Figuren in Wittenberg nimmt sich Hörls Installation "Mozart - Das unbezähmbare Genie" mit 400 Figuren vergleichsweise klein aus, und sie wird wohl auch weniger Aufregung auslösen als die 1.250 Gartenzwerge im bayerischen Straubing, die im Jahr 2009 den rechten Arm zum Hitlergruß ausgestreckt haben. Zur Diskussion anregen und die Menschen ins Gespräch bringen möchte der Künstler mit den kleinen Mozarts aber doch.
"Der konzeptionelle Ansatz stellt nicht nur Mozarts musikalisches Schaffen in den Mittelpunkt, sondern rückt auch dessen menschliche Seite stärker ins Blickfeld", sagte der Künstler anlässlich der Projektvorstellung am Freitag. Daher hat Hörl auch den - in vielen Briefen der Mozart-Familie erwähnten - Hund der Mozarts namens "Pimperl" in seine Überlegungen aufgenommen: Die goldfarbene Skulptur zeigt den Komponisten mit locker ausgestreckter rechter Hand, die linke Hand liegt auf dem Kopf der Hündin, die sich eng an ihn schmiegt. "Es geht bei dem Konzept nicht um ein klassisches Denkmal, vielmehr um eine Arbeit, die Impulse setzt, die als ein Kommunikationsmodell funktioniert, zum Diskurs einlädt, Menschen miteinander ins Gespräch bringt und Menschen und Orte verbindet."
Mozarteum-Geschäftsführer Linus Klumpner hob hervor, dass das Projekt nicht nur in den Mozart-Museen stattfindet, sondern dank der Unterstützung der Stadt Salzburg auch den öffentlichen Raum bespielen wird. "Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, Gäste aus aller Welt auch außerhalb der Museumsräume für Mozart zu begeistern und einen Zugang zu seinem Werk auf einer gänzlich neuen Ebene zu ermöglichen."
Teil des Konzeptes ist auch die Verrückung vom öffentlichen in den privaten Raum. Daher werden die Mozarts nach der Ausstellung käuflich zu erwerben sein.
(S E R V I C E - https://mozarteum.at )






