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"Ich bin kein Fan davon, die Bedeutung von etwas zu erklären", sagte Lion Ceccah (bürgerlich: Tomas Alenčikas). Im Song, der auf nicht weniger als sechs Sprachen auf Tonebene setzt und noch dazu eine Gebärdensprache in der zugehörigen Performance eingebaut hat, seien viele versteckte Botschaften eingebaut. "Am besten ist es, für sich selbst die Bedeutung zu finden. Wenn man den Song hört, findet man womöglich auch Dinge, die ich selbst so nicht entdeckt habe. Ich will kein Dieb sein und den Leuten diese Chance stehlen", sagte der Mittdreißiger.
Ganz allgemein drehe sich "Sólo quiero más" aber darum, was es bedeutet, ein Mensch zu sein - auch in der Zukunft. Er liefere ein Manifest für Kulturen und deren Verbindung zueinander. "Es verbindet uns, dass wir jeden Tag immer mehr wollen. Die Sprache selbst ist nur sekundär. Wir verstehen uns auch ohne Worte", sinnierte Lion Ceccah.
Den ESC habe er schon in seiner Kindheit verfolgt. "Eurovision ist ein großer Traum und fühlt sich unglaublich an", sagte er nun, da er im Mai in Wien antreten wird. Für seinen Auftritt, den er als visuelles wie auditives Gesamtkunstwerk verstanden wissen will, eigne sich der ESC perfekt, meinte Lion Ceccah. Großen Druck will er sich dabei nicht machen: "Ich möchte einfach eine gute Zeit haben und meine Botschaft verbreiten." Natürlich wäre er aber traurig, wenn er schon im Halbfinale scheitern würde: "Ich will den ganzen Weg gehen."
(Das Gespräch führte Lukas Wodicka/APA)
(S E R V I C E - https://songcontest.orf.at/artist/litauen100 )






