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Eine Mutter, die im Türrahmen wartet und zum Abschied winkt, ist eines der Bilder, die von Alis ESC-Song "Nân" nun gemalt werden. Der albanische Kandidat singt über den Schmerz des Abschieds, seine Stimme wird durch einen dramatischen Chor komplettiert. Obwohl in Albanien jedes Jahr schon die Vorentscheidung groß zelebriert wird, zeigte sich Alis im APA-Gespräch perplex angesichts der Song-Contest-Stimmung: "Die ESC-Bubble ist verrückter, als ich gedacht hätte, wenn ich ehrlich sein soll. Ich habe ja erwartet, dass es ein Spaß wird. Aber das Ganze ist richtig crazy."
2004 betrat Albanien das erste Mal die Arena des ESC und hat seither 23 Mal teilgenommen. Den Sieg konnte das "Land der Adler" noch nie nach Hause holen und selbst ein Platz auf dem Siegertreppchen blieb bis jetzt aus. 2012 ergatterte die kosovo-albanische Sängerin Rona Nishliu mit ihrem Song "Suus" die bisher beste Platzierung des Landes: Platz 5. Um ins ESC-Rennen zu starten, müssen albanische Kandidaten wie Alis ihr musikalisches Können im Festival "Festivali i Këngës", auf Deutsch das Festival des Liedes, beweisen. Als Vorbild für das 1961 gegründete Festival gilt das italienische Sanremo Festival.
Alis (Alis Kallaçi) wird Albanien beim Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien mit dem Song "Nân" vertreten.






