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"33 Place Brugmann": Roman über ein Haus und seine Bewohner

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Aktualisiert
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Historischer Brüssel-Roman
©APA, S. Fischer Verlag
Ein Haus mit seinen vielschichtigen Bewohnern wird zum Spiegelbild eines Landes in bewegter Zeit. Alice Austen seziert in ihrem Roman "33 Place Brugmann" das Alltagsleben in Brüssel unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Die amerikanische Autorin hat selbst in dem Brüsseler Haus gewohnt und ließ sich von Erzählungen älterer Mitbewohner inspirieren.

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Ob die jüdische Kunsthändlerfamilie, der Architekt mit seiner farbenblinden Tochter, die Klatschbase aus dem zweiten Stock oder das Dienstmädchen Masha mit abenteuerlicher Vergangenheit, die Hausgemeinschaft ist ein Geflecht aus herzlicher Verbundenheit und Solidarität, aber auch Animositäten und Neid. Durch Krieg, Besatzung, Judenverfolgung und Lebensmittelknappheit werden die Karten neu gemischt, die einen offenbaren sich als geschmeidige Anpasser, die anderen werden zu stillen Helden.

Austen erzählt die Geschichte jeweils aus der Perspektive eines Hausbewohners, bis sich aus dem Kaleidoskop dieser persönlich gefärbten Erzählungen ein Gesamtpanorama ergibt. Für den Leser ist es aber nicht immer so leicht, den Überblick zu behalten, auch sind die verschiedenen Protagonisten nicht mit der gleichen Intensität und Leidenschaft gezeichnet, sodass einige Leerstellen bleiben.

(S E R V I C E - Alice Austen: "33 Place Brugmann", Übersetzt von Frauke Brodd, S. Fischer Verlag, 448 Seiten, 26,70 Euro)

FRANKFURT AM MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/S. Fischer Verlag

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