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Warum Augenreiben bei Heuschnupfen tabu ist

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Pollen lagern sich gerne auf Kontaktlinsen ab
©APA, dpa, Franziska Gabbert, GMS
Jucken und brennen die Augen, ist das lästig. Auch wenn Heuschnupfen-Geplagte dafür etwas Selbstdisziplin brauchen: Am besten verkneifen sie sich, die Augen zu reiben. "Das verschafft zwar kurzfristig Linderung, kann die Beschwerden aber langfristig verstärken", sagt der Augenarzt Seleman Bedar.

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Durch das Reiben werden nämlich Entzündungsstoffe freigesetzt, die bei ohnehin gereizten Augen alles andere als hilfreich sind. Und: "Im schlimmsten Fall verursacht man sogar kleine Verletzungen", so der Mediziner. So können etwa kleine Kratzer auf der Hornhaut entstehen.

Brennen oder jucken die Augen, können antiallergische Augentropfen Linderung bringen. Manchmal tut es auch schon ein Tränenersatzmittel, das einfach nur befeuchtend wirkt und die Pollen ausspült. Es sollte Seleman Bedar zufolge allerdings keine Konservierungsmittel enthalten, weil sie das Auge wiederum reizen können.

Gut zu wissen für alle, die mit Kontaktlinsen im Auge den Alltag bestreiten: "Pollen bleiben manchmal daran haften", sagt Seleman Bedar.

Daher lautet sein Rat, in der Pollensaison auf Tageslinsen umzusteigen, die nach der Benutzung in den Müll wandern. So erspart man sich, die Sehhilfen von Pollen-Überresten reinigen zu müssen. Oder man steigt gleich auf die Brille um, die in einem gewissen Maß auch als "Pollenblocker" funktioniert, also davor schützt, dass der Blütenstaub ins Auge fliegt.

Wer allerdings Monats- oder Jahreslinsen nutzt, sollte sie nach dem Tragen penibel reinigen. Sogenannte Peroxidsysteme reinigen dem Kuratorium Gutes Sehen zufolge besonders gründlich und enthalten – anders als All-in-one-Systeme – in aller Regel keine Konservierungsmittel.

BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Franziska Gabbert/Franziska Gabbert

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