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Der Kleine Fuchsbandwurm gilt in Mitteleuropa als der für den Menschen gefährlichste Parasit. Die Eier des Kleinen Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) werden von Füchsen mit dem Kot ausgeschieden. Werden sie über den Mund aufgenommen, können sie eine Infektion auslösen.
Unbehandelt endet diese fast immer tödlich. Bei einer Infektion kann es zur lebensbedrohlichen und unheilbaren "Alveolären Echinokokkose" kommen. Die Symptome - meist Schmerzen im Oberbauch und Funktionsstörungen der Leber - treten unter Umständen erst Jahre nach der Ansteckung auf. Erkrankte müssen lebenslang Medikamente einnehmen. Das Risiko sich zu infizieren ist für Menschen eher gering. Pilzsammlerinnen und -sammler müssen sich daher nicht übermäßig sorgen.
Auf Waldfrüchte, Pilze oder Obst aus dem Freiland muss laut Expertinnen und Experten wegen des geringen Erkrankungsrisikos nicht verzichtet werden. Dennoch sollten ein paar Hinweise beachtet werden: Rohe Lebensmittel sollten gründlich gewaschen, besser noch auf mehr als 60 Grad erhitzt werden. Es reicht nicht aus, die Fundstücke auf bis zu minus 20 Grad zu kühlen oder in Alkohol einzulegen. Nach Kontakt mit Erde sollte man sich die Hände waschen. Gartengeräte, Schuhe und Kleidung sollten möglichst nicht mit ins Haus genommen werden.
Hunde und Katzen können sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren, wenn sie befallene Nagetiere wie Mäuse fressen. Meist zeigen sie demnach keine oder nur unspezifische Symptome. Doch: Über Bandwurmeier am Fell könnten sich Menschen theoretisch anstecken. Hunde und Katzen sollten deshalb regelmäßig und nach Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt entwurmt werden.
ARCHIV - Der Fuchsbandwurm stellt zwar eine seltene, aber ernstzunehmende Gefahr dar, auf das Sammeln von Pilzen und Beeren muss deshalb jedoch nicht generell verzichtet werden. (zu dpa: «So schützen Sie sich vor dem Fuchsbandwurm») Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
