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Was sie selbst und auch Angehörige wissen sollten: Im Alter wirken Medikamente mitunter anders als in jüngeren Jahren. Denn unser Körper verändert sich: Nieren und Leber arbeiten anders, der Fettanteil steigt und der Wasseranteil sinkt.
Wirkstoffe werden dadurch schneller oder langsamer aufgenommen oder ausgeschieden. Ihre Wirkung kann folglich zu stark oder schwach ausfallen, oder es kommt zu starken Nebenwirkungen.
Arzneimittel aus verschiedenen Medikamentenklassen können für ältere Patientinnen und Patienten ungeeignet sein, unter anderem einige Schmerzmittel, Antibiotika und Beruhigungsmittel.
Niemand sollte jedoch ohne ärztliche Rücksprache Schlüsse ziehen und seine Medikation eigenständig ändern oder absetzen. Stattdessen empfehlen Experten älteren Menschen, ihre Medikationsliste mit einem Arzt oder einer Ärztin kritisch durchzugehen.
Das Risiko für starke Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen zwischen Wirkstoffen ist dann besonders hoch, wenn Ältere dauerhaft mehrere verschiedene Medikamente einnehmen. Gerade dann sollten Patientinnen und Patienten ihre Medikation regelmäßig in der Apotheke oder Arztpraxis überprüfen lassen.
Konkret empfehlen die Experten bei Mehrfachmedikation:
Nicht immer erkennen ältere Menschen die Nebenwirkungen von Medikamenten überhaupt als solche. Denn sie können typischen Altersbeschwerden ähneln, etwa:
Ältere Menschen oder auch Angehörige sollten beobachten, ob solche Symptome schon länger bestehen oder relativ plötzlich auftreten, nachdem sie begonnen haben, ein neues Medikament einzunehmen. Im Gespräch in der Apotheke oder Arztpraxis kann diese Information helfen, die Medikation anzupassen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose