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"Empathie ist zentral, weil Veränderung fast immer emotionale Reaktionen auslöst", sagt die Hamburger Unternehmerin und Executive Coach Ragnhild Struss. Verständnis zu zeigen bedeute nicht, Entscheidungen zurückzunehmen oder sich zu rechtfertigen. Gute Führung schaffe beides gleichzeitig: "Ich sehe, dass Sie das belastet und die Entscheidung steht." Viele Führungskräfte scheuten genau diese Kombination, dabei entstehe daraus oft erst echte Glaubwürdigkeit.
Empathie werde allerdings zu häufig missverstanden als "nett sein". "Tatsächlich ist es die Fähigkeit, emotionale Dynamiken präzise wahrzunehmen, Menschen ernst zu nehmen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben", so Struss. Gerade weil KI viele analytische und operative Aufgaben übernehmen wird, gewännen genau diese menschlichen Fähigkeiten massiv an strategischer Bedeutung.
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