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Der Ausschlag weitet sich typischerweise aus, betrifft dann auch Handflächen, Finger, Fußsohlen und andere Körperstellen. Begleitet wird er von einem Juckreiz und einem brennenden Schmerz. Wir klären die wichtigsten Fragen, die sich Eltern dann stellen:
Übeltäter sind Enteroviren der Gruppe A, die jetzt im Herbst vermehrt in Kindergärten, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen unterwegs sind. Die Viren werden meist über verunreinigte Oberflächen oder von Mensch zu Mensch via Schmierinfektion übertragen. Besonders ansteckend ist die Flüssigkeit aus den Bläschen, so der Mediziner Patrick Hundsdörfer.
In vielen Fällen verläuft eine Infektion ohne Symptome. Ist das nicht der Fall, geht es etwa drei bis fünf Tage nach der Ansteckung mit den grippeähnlichen Beschwerden los. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gilt als Kinderkrankheit, da vor allem Kinder unter zehn Jahren betroffen sind.
Ja, das kann passieren. Nach einer Infektion hat man zwar eine Immunität aufgebaut gegen das Virus, das sie ausgelöst hat. Allerdings gibt es verschiedene Enteroviren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verursachen können. Eine erneute Ansteckung lässt sich daher nicht gänzlich ausschließen, so Hundsdörfer. Was das Risiko aber verringert: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Ob bei Kindern oder Erwachsenen: Die Erkrankung verläuft meist mild. Nach einer Woche ist oft Schluss. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist dann von allein ausgeheilt und hinterlässt keine Folgen.
Es gibt keine Therapie, die die Ursache selbst - also die Viren - bekämpft. Doch Eltern können sehr wohl etwas gegen die lästigen Symptome unternehmen, die das Kind plagen. "Gegen die schmerzhaften Bläschen im Mund und das Fieber helfen beispielsweise schmerz- und fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Mundspülungen", so Hundsdörfer.
Ein Besuch in der Kinderarztpraxis ist dann angesagt, wenn die Schmerzen im Mund das Kind so sehr quälen, dass es nicht mehr trinken mag. Außerdem: wenn das Kind jünger als ein halbes Jahr ist oder die Symptome mehr als zehn Tage anhalten. Übrigens: Der Kindergarten oder die Schule ist für infizierte Kinder tabu. Erst wenn alle Symptome vollständig abgeklungen sind, dürfen sie wieder dorthin gehen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Andrea Warnecke/Andrea Warnecke
