von
Wie so oft im Leben liegt die Antwort irgendwo dazwischen. Friseurmeister Antonio Weinitschke rät zum Föhn - allein schon, weil man ohne Wärme keine ordentliche Frisur hinbekäme. Weinitschke bestätigt außerdem das Glanz-Argument: "Unser Haar besteht aus Schuppenschichten", sagt er. Erhitzte Luft glättet diese - und lässt das Haar glänzen.
Aber: Weinitschke räumt ein, dass der falsche Umgang mit dem Föhn dem Haar auch schaden kann. Und zwar, wenn man es zu heiß föhnt - und den Föhn gezielt aufs Haar hält, "also wenn die Föhnluft nicht über das Haar gleitet, sondern in das Haar eindringt", so der Friseurmeister.
Diese Tipps gibt der Experte fürs richtige Föhnen:
Der Frage, wie man seine Haare mit dem geringstmöglichen Schaden trocknet, hat sich übrigens auch eine koreanische Studie gewidmet, die 2011 in den "Annals of Dermatology" veröffentlicht wurde.
Das Ergebnis: Föhnen führt demnach zwar zu mehr Schäden an der Haaroberfläche, vor allem bei geringem Föhn-Abstand und hohen Temperaturen. Überraschenderweise fand das Forscherteam aber nur bei dem luftgetrockneten Haar Schäden im Zellmembran-Komplex, einer Verbindungsschicht zwischen den Haarzellen, die für Stabilität, Schutz und Feuchtigkeitsregulation sorgt.
Die Forscher vermuten, dass das Haar zu lang im nassen Zustand bleibt, wenn man es an der Luft trocknen lässt. Nasses Haar quillt auf, Wasser kann dadurch in seine Strukturen eindringen und im Inneren Schaden anrichten.
Die Schlussfolgerung: Langer Kontakt mit Wasser könnte schädlicher für die Haare sein als die Hitze eines Föhns. Als ideale Trockenmethode empfehlen die Studienautoren, Haare mit einem Föhn-Abstand von 15 Zentimetern und in kontinuierlicher Bewegung zu föhnen.
WITTENBERGE - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose
Das Bild darf nicht in einem das Model diffamierenden Zusammenhang verwendet werden. || Modellfreigabe vorhanden






