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James-Webb-Teleskop ermöglicht neue Karte der dunklen Materie

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Karte ist wertvolle Quelle für u.a. Studien zur Entwicklung von Galaxien
©STScI, J. DePasquale, A. Pagan, NASA, APA
Ein Forschungsteam hat mit dem James-Webb-Teleskop eine detaillierte Karte der dunklen Materie im Universum erstellt. Das am Montag im Fachjournal "Nature Astronomy" veröffentlichte Dokument macht das unsichtbare Gerüst sichtbar, an dem sich Sterne, Galaxien und Galaxienhaufen bilden. Die Forschenden gehen davon aus, dass diese Karte eine wertvolle Quelle für Studien zur Entwicklung von Galaxien und zum Wachstum kosmischer Strukturen sein wird.

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An der Erstellung der Karten waren auch die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL) sowie das Observatorium Sauverny in Versoix in der Schweiz beteiligt. Dunkle Materie gehört zu den größten ungelösten Fragen der Physik. Sie macht etwa 85 Prozent der Materie im Universum aus, und dennoch weiß niemand, woraus sie besteht. Man nennt sie "dunkel", weil sie weder Licht noch andere elektromagnetische Strahlung aussendet, reflektiert oder absorbiert. Das heißt: sie ist nicht direkt sichtbar.

Wer verstehen will, warum Galaxien dort entstehen, wo sie entstehen, muss aber wissen, wo diese dunkle Materie auftritt. Astrophysikerinnen und Astrophysiker betrachten sie als Gerüst des Universums, in dem sich dann Sterne, Galaxien und alles andere entwickelt haben.

Wie kann man aber etwas kartieren, das unsichtbar ist? Die Forscher nutzten dafür einen Trick: Die Dunkle Materie verbiegt das Licht von sehr weit entfernten Galaxien leicht. Diese Galaxien erscheinen dadurch verzerrt.

Aus Daten zu dieser Verzerrung lässt sich rekonstruieren, wie die dazwischenliegende Masse verteilt ist. Die Forschenden haben eine solche Auswertung nun mit Daten des James-Webb-Weltraumteleskops gemacht. Untersucht wurde dabei das sogenannte Cosmos-Feld, ein Himmelsausschnitt, der seit Jahren intensiv beobachtet wird.

Die daraus entstandene Karte zeigt die Verteilung von gewöhnlicher und Dunkler Materie in einem Himmelsausschnitt. Laut den Forschenden hat sie eine mehr als doppelt so hohe Auflösung wie frühere Karten, die mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops erstellt wurden.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/NASA/STScI/J. DePasquale/A. Pagan

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