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Hüft- und Kniegelenksbehandlungen gehören zu den häufigsten Operationen, wie der medizinische Direktor des WIGEV, Michael Binder, in einer Pressekonferenz am Montag betonte. Jährlich werden in Österreich rund 40.000 Gelenke eingesetzt. Die neue Plattform soll eine deutliche organisatorische Erleichterung bringen. Um sich anzumelden, ist eine fachärztliche Überweisung nötig. Ein Hauptwohnsitz in Wien ist ebenfalls Voraussetzung.
Auf der Plattform kann eine Wunschklinik angegeben werden. Die Bedienung des Portals erfordere lediglich drei Klicks, wurde heute versichert. In einer Testphase wurden bereits erste Termine vergeben. In Zukunft rechnet man damit, dass bis zu 4.000 Operationen pro Jahr auf diese Art und Weise in die Wege geleitet werden können. Die Anzahl jener Personen, die zur Anmeldung ins Spital kommen, könnte sich laut Binder auf rund 1.500 reduzieren.
Der Operationstermin selbst wird nicht direkt via Plattform ausgesucht. Vereinbart wird zunächst ein Ambulanzbesuch bzw. ein persönliches Beratungsgespräch. Dort werden die weiteren Schritte fixiert. In der Testphase sind die Erstgespräche meist innerhalb von 21 Tagen über die Bühne gegangen. Bei Flexibilität hinsichtlich der Klinik sei oft auch ein deutlich rascherer Termin möglich, betont man.
Auch hofft man, dass die Wartezeiten auf die OP-Termine dadurch verkürzt werden können. Diese sind bereits deutlich geringer als früher, erläuterte David Pötz, der Geschäftsführer der Vinzenz-Kliniken in Wien. Sie hätten sich von etwa eineinhalb Jahren auf inzwischen maximal neun Monate reduziert, berichtete er. Laut WIGEV gibt es zudem Fälle, wo sich Wartezeiten verlängern, weil Betroffene selbst einen späteren Wunschtermin auswählen.
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hob hervor, dass die Plattform das Ergebnis eines fast einjährigen Prozesses sei. Sie schaffe die Möglichkeit, dass sich Menschen im Gesundheitssystem besser orientieren könnten. Ein vergleichbares Konzept gibt es bereits bei der Geburtsanmeldung. Künftig könnte es auch noch auf andere Bereiche ausgeweitet werden, hieß es.
Teil der OP-Plattform sind die WIGEV-Kliniken Floridsdorf und Donaustadt sowie der Standort Penzing der Klinik Ottakring. Die Vinzenz-Kliniken beteiligen sich mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus und dem Orthopädischen Spital Speising.
