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VW-Rückruf: Rund 850 E-Autos in Österreich dürfen vorerst nur bis 80 Prozent laden

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Ein Volkswagen ID.3, das Elektroauto ist von dem Batterie-Rückruf betroffen
Foto:©Volkswagen AG

Volkswagen ruft Elektroautos der ID-Familie und den Cupra Born wegen fehlerhafter Akkuzellen zurück. In Österreich sind laut Generalimporteur rund 850 Fahrzeuge betroffen. Was das Ladelimit von 80 Prozent bedeutet und was Besitzerinnen und Besitzer jetzt wissen müssen.

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Rund 850 Fahrzeuge in Österreich

Volkswagen bereitet in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern einen VW-Rückruf für Elektroautos wegen fehlerhafter Batteriezellen vor. In Österreich sind nach Angaben der Porsche Holding Salzburg, des Generalimporteurs der Konzernmarken, rund 650 Fahrzeuge der VW-ID-Familie und rund 200 Cupra Born betroffen, insgesamt also etwa 850 Autos.

Als Sofortmaßnahme wird das Laden der betroffenen Fahrzeuge auf höchstens 80 Prozent der Akkukapazität begrenzt. Alle betroffenen Halterinnen und Halter sollen schriftlich informiert werden. Wer keinen Brief bekommt, ist laut Volkswagen nicht betroffen.

Was an den Akkuzellen nicht stimmt

Volkswagen zufolge haben interne Qualitätsprüfungen ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen in bestimmten Fahrzeugen der ID-Familie nicht den Anforderungen entsprechen. Ursache seien Fehler im Produktionsprozess bei Zulieferern in einem begrenzten Zeitraum. In seltenen Fällen könne das zu einer erhöhten thermischen Belastung der Batterie führen, im Extremfall zu einem Brand.

Betroffen sind nach bisherigen Angaben Fahrzeuge der Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus bestimmten Produktionszeiträumen zwischen 2023 und 2025 sowie der Cupra Born. Skoda-Modelle sollen nicht betroffen sein. Eine genaue Aufstellung nach Modellen und Baujahren für Österreich hat der Importeur nicht veröffentlicht.

Was das Ladelimit von 80 Prozent bedeutet

Die Begrenzung auf 80 Prozent senkt die Belastung der Zellen, kostet aber Reichweite. Wer etwa bisher regelmäßig auf 100 Prozent geladen hat, kommt mit einer Akkuladung entsprechend weniger weit und muss längere Fahrten anders planen. Die Grenze wird im sogenannten Battery-Care-Modus des Fahrzeugs gesetzt.

Ein Teil der Fahrzeuge muss zusätzlich zur Prüfung der Batterie in eine Werkstatt. In Österreich betrifft das laut Konzernangaben zunächst nur rund 50 Autos. Wird die Batterie bei der Prüfung als in Ordnung bewertet, kann die Ladebegrenzung wieder aufgehoben werden. Eine endgültige Lösung für alle betroffenen Fahrzeuge hat Volkswagen noch nicht konkretisiert.

Was Besitzerinnen und Besitzer tun sollten

Wichtig ist vor allem, auf das Schreiben des Herstellers zu achten und einer Aufforderung zur Werkstattprüfung zeitnah nachzukommen. Ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, lässt sich auch beim Vertragshändler oder Servicebetrieb anhand der Fahrgestellnummer klären. Die Teilnahme an einem Rückruf ist für Halterinnen und Halter kostenlos.

Bis zur Prüfung sollten Besitzerinnen und Besitzer die 80-Prozent-Grenze einhalten, auch wenn das Fahrzeug sie noch nicht automatisch gesetzt hat. Volkswagen erklärte, die Rückrufmaßnahmen für Deutschland und weitere Märkte würden kurzfristig und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden aktiviert. Beim deutschen Kraftfahrt-Bundesamt war der Rückruf zuletzt noch nicht gelistet.

Großbritannien und USA sind schon weiter

In Großbritannien läuft der Rückruf laut Volkswagen bereits. In den USA hat der Konzern bei der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA einen eigenen Rückruf für 22.524 ID.4 der Modelljahre 2023 bis 2026 eingereicht. Dort stammen die Zellen vom Hersteller SK Battery America. Bestimmte Ladeprofile können laut der Meldung in Kombination mit einem Ladestand über 80 Prozent eine Hitzeausbreitung im Akku auslösen, die genaue Ursache ist noch offen.

Es ist nicht der erste Batterie-Rückruf bei den Elektroautos des Konzerns. Im März hatte das Kraftfahrt-Bundesamt einen weltweiten Rückruf von rund 95.000 Fahrzeugen von VW und Cupra wegen fehlerhafter Batteriemodule gemeldet, damals reichte ein Software-Update in der Werkstatt. Ende September folgte ein davon unabhängiger Rückruf wegen einer Schraube am Lenkgetriebe, der in Österreich laut Porsche Holding rund 95.000 Fahrzeuge von VW, Audi und Seat betraf.

Quellen: Volkswagen AG, Porsche Holding Salzburg, NHTSA, Rückrufbericht 26V630

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