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Mobbing in Vorarlberg: Neue Fachstelle hilft Kindern und Eltern kostenlos und anonym

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Jugendlicher sitzt allein vor einer Ziegelmauer
Foto:©Pixabay/WOKANDAPIX

Ob im Sportverein, in der Freizeit oder im Netz: Bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft Vorarlberg gibt es seit Freitag eine eigene Fachstelle Mobbing. Wer sich dort melden kann, was sie tut und wo die Schule zuständig bleibt.

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Kinder und Jugendliche in Vorarlberg, die gemobbt werden, haben eine neue Anlaufstelle. Seit Freitag, 16. Oktober, gibt es bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJa) Vorarlberg eine eigene Fachstelle Mobbing. Sie kümmert sich um Fälle von Mobbing und Cybermobbing, für die nicht die Schule zuständig ist, etwa im Verein oder in der Freizeit.

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Melden können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie Eltern, Lehrerinnen und Lehrer oder Verantwortliche in Vereinen. „Mit der neuen Fachstelle schließen wir eine wichtige Lücke im Kinderschutzsystem“, sagt Landesstatthalter und Jugendreferent Christof Bitschi (FPÖ).

Wofür die Fachstelle zuständig ist

Die Aufgabenteilung ist klar geregelt. Mobbing in der Schule bleibt Sache der Schulleitungen und der Bildungsdirektion. Die neue Fachstelle übernimmt Fälle außerhalb des schulischen Zuständigkeitsbereichs, also in Vereinen, bei Freizeitaktivitäten oder im Netz. Sie schaltet sich außerdem ein, wenn ein Fall mehrere Lebensbereiche betrifft oder mehrere Stellen zusammenarbeiten müssen, und kann auch zwischen verschiedenen Schulen koordinieren.

Zum Angebot gehören die Begleitung einzelner Fälle, Beratung für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Vereinsverantwortliche und Prävention. Die Fachstelle versteht sich dabei als neutrale Vermittlerin zwischen den Beteiligten. Sie soll außerdem Fachkräfte vernetzen und ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Mobbingfällen geben.

Wann man von Mobbing spricht

Eine feste Zeitgrenze, ab der ein Konflikt als Mobbing gilt, legt die Fachstelle nicht fest. Maßgeblich ist, wie stark die Betroffenen leiden, ob ein Machtungleichgewicht besteht und wie verfestigt die Situation bereits ist. Besonderes Augenmerk legt die Fachstelle auf Cybermobbing.

„Mobbing lässt sich nicht allein daran festmachen, wie lange eine Situation bereits andauert“, sagt Kinder- und Jugendanwalt Christian Netzer. Betroffene und Eltern müssen also nicht abwarten, bis ein Konflikt über längere Zeit andauert, bevor sie sich an die Fachstelle wenden.

Pilotphase mit bestehendem Personal

Die Fachstelle startet als Pilotprojekt. Sie arbeitet mit vorhandenem Personal der Kinder- und Jugendanwaltschaft aus Sozialarbeit, Pädagogik und Rechtsberatung und wird aus deren laufendem Budget finanziert.

Ob das Angebot wirkt, soll eine Auswertung zeigen. Gemessen werden die Zahl der Workshops und der erreichten Personen, dazu kommen Rückmeldungen der Teilnehmenden und der Betroffenen, die die Fachstelle begleitet hat.

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