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"Wir wollten diesem Kulturgut ein Denkmal setzen", erklärte Lang im Rahmen einer Pressekonferenz im Pratermuseum den Grund für die nunmehr erfolgreiche Bewerbung. "Das ist nicht nur eine Würdigung unserer Vergangenheit, sondern Rückenwind für die Zukunft." Dabei gehe es eben "nicht um den Ort und seine Gebäude, sondern um die Menschen und das Wissen dahinter. Um die Kultur des Vergnügens und ihre Verantwortung für den Wurstelprater."
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) dankte den Familien "dafür, dass Sie jeden Tag dafür sorgen, dass die Menschen hier schöne Stunden verbringen können." Im Tourismus werbe man mit dem Lebensgefühl in Österreich: "Und wer macht das besser als der Prater?", so die Staatssekretärin. Umso wichtiger sei es, auch politisch dafür zu sorgen, dass es sich auch in Zukunft auszahlt, einen Familienbetrieb zu führen und das Unternehmen an die nächste Generation weitergeben zu können.
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) würdigte "das kulturelle Gefüge" des Wurstelpraters, der es über die Jahrzehnte geschafft habe, "diesen Charme von Familienbetrieben zu erhalten und die Balance zwischen Alt und Neu zu wahren". Kultur werde von vielen getragen und sei mehr als Kunst: "Es ist eine Lebenskultur, ein solidarisches Miteinander." Und für Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SPÖ) ist ein Besuch im Prater "immer ein Nachhausekommen". Die nunmehrige Aufnahme in die Liste des Immateriellen Kulturerbes sei ein "Meilenstein".
Zum Abschluss überreichte der Schauspieler Ronald Leopoldi, Sohn des Komponisten Hermann Leopoldi, dem Pratermuseum die Noten für das von seinem Vater komponierte Lied "Schön ist so ein Ringelspiel", das sogleich von einem Musiker unter kräftiger gesanglicher Beteiligung der Anwesenden intoniert wurde.
Zu den weiteren Neuaufnahmen in die Liste der nunmehr 188 Einträge im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich zählen u.a. "Rituale und Praktiken des Feuer- und Scheibenschützenwesens" im Salzkammergut, das "Lechtaler Heil- und Nutzpflanzenwissen" oder die "Herstellung und Wissen rund um die Walsertaler Trachten". Auf der internationalen Liste, die mehr als 500 Traditionen aus allen Weltregionen umfasst, ist Österreich (teilweise gemeinsam mit anderen Ländern) zehn Mal vertreten, unter anderem mit dem Imster Schemenlaufen, der Klassischen Reitkunst und Hohen Schule der Spanischen Hofreitschule oder dem Erfahrungswissen im Umgang mit Lawinengefahr (gemeinsam mit der Schweiz) vertreten. Die länderübergreifende Einreichung "Die Kunst des Trockensteinmauerns" (gemeinsam mit zwölf weiteren Staaten) war 2024 die jüngste Aufnahme in die Repräsentative Liste.
(S E R V I C E - https://www.unesco.at/kultur/immaterielles-kulturerbe/verzeichnis )
