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Wintertourismus im Klimawandel

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WKÖ-Branchensprecherin: März und April werden immer schwieriger
©APA, Barbara Gindl
Der Wintertourismus bekommt den Klimawandel längst zu spüren und stemmt sich derzeit noch recht erfolgreich mit Schneekanonen dagegen. "Immer schwieriger werden die Monate März und April für den Wintersport", räumte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler, gegenüber der APA ein. "Wir beobachten eine deutliche Verschiebung der Nächtigungsnachfrage."

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Das zeigen auch die am Freitag präsentierten Zahlen der Statistik Austria. Während das gesamte Winterhalbjahr 2025/26 (November bis April) mit den meisten Nächtigungen seit über 50 Jahren bilanzierte, gab es im Monat April, zum Ausklang, ein massives Minus von 5,9 Prozent auf nicht ganz 8 Millionen Übernachtungen. Die Nachfrage aus dem Ausland ging dabei um 6,6 Prozent auf 5,4 Millionen Nächtigungen zurück, jene aus dem Inland um 4,2 Prozent auf 2,4 Millionen.

"Ab März beginnt sich seit einigen Jahren das Wintersportangebot mit den ersten Frühlingsnaturerlebnissen zu konkurrieren - wir brauchen in Österreich bzw. im gesamten alpinen Raum neue Marketingideen für Sonnenskilauf oder Ähnliches, wenn wir Wintersport auch in diesen Monaten nachhaltig und angebotsstark erhalten wollen", betonte die Branchensprecherin.

Die Daten der Statistiker belegen die starken monatlichen Schwankungen. Der jüngste Saisonrekord war zum einen den wichtigsten Wintermonaten Jänner und Februar zu verdanken, auf die fast die Hälfte der Buchungen (fast 35 Millionen Nächtigungen) entfiel. Auch das zweistellige Plus von 10 Prozent im Dezember auf 13,9 Millionen trug wesentlich dazu bei.

"Vor allem die starken Kernmonate rund um Weihnachten bis Ende Februar stärkten das Wintersporterlebnis", bekräftigte Kraus-Winkler. "Das früher übliche Jänner-Loch ist Geschichte, das hat gerade die soeben zu Ende gegangene Wintersaison 2025/26 gezeigt."

Die entscheidende Frage sei: "Wie entwickeln wir unsere Wintersportangebote weiter, um Gästen auch in den Monaten März und April attraktive Wintersporterlebnisse zu bieten?" Auch Digitalisierung, nachhaltige Infrastruktur und innovative Gästeangebote seien heute entscheidender denn je, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, so die Bundesspartenobfrau.

"Der Wintertourismus ist eine zentrale Säule der österreichischen Tourismuswirtschaft und Österreich zählt wie bisher international zu den führenden Wintertourismusdestinationen", strich Kraus-Winkler hervor. Die Zukunft der Branche liege in der Verbindung von wirtschaftlicher Stärke, ökologischer Verantwortung und regionaler Wertschöpfung.

HINTERGLEMM - ÖSTERREICH: FOTO: APA/BARBARA GINDL

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