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In Bayern hat es im März keine zentralen Schulferien gegeben. Dementsprechend gab es um 7,4 Prozent (auf 4,63 Millionen) weniger Nächtigungen von deutschen Gästen. Deutschland ist der wichtigste Herkunftsmarkt für den österreichischen Wintertourismus. Auch niederländische Gäste - der zweitwichtigste Herkunftsmarkt - nächtigten um 27,2 Prozent weniger oft in Österreich als im Vorjahr, die Übernachtungen belgischer Gäste sanken um 63,7 Prozent. Dafür waren laut Statistik ebenfalls jeweilige Verschiebungen der Winterferien verantwortlich.
Die Österreicher waren im März dagegen häufiger im eigenen Land auf Urlaub - auch dank der Karwoche, die im Gegensatz zum Vorjahr heuer teilweise in den März gefallen war. 2,84 Millionen Nächtigungen wurden verzeichnet, das war ein Plus von 7,8 Prozent zum März 2025.
Insgesamt bleibt die Saison aber auf Rekordkurs. Sowohl aus dem Inland (plus 1,6 Prozent) als aus dem Ausland (4,1 Prozent) wurden von November bis März mehr Übernachtungen verzeichnet. Deutsche Gäste alleine machten 23,88 Millionen Nächtigungen (plus 3,7 Prozent) und damit etwas mehr als ein Drittel der Gesamt-Übernachtungen aus. Weitere 6,77 Millionen Übernachtungen fielen auf niederländische Gäste.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) zeigte sich erfreut über die Zahlen. "Über die gesamte bisherige Wintersaison liegt auch die heimische Nachfrage im Plus. Das gibt Betrieben zusätzliche Stabilität und bringt Wertschöpfung dorthin, wo sie besonders zählt, in die Regionen", sagte sie in einer Aussendung. Der Tourismus hänge stark von internationalen Reisebewegungen ab und werde von geopolitischen Unsicherheiten und höheren Preisen spürbar belastet. "In so einer Lage wird Urlaub im eigenen Land zur Stabilitätsfrage. Für Beschäftigte, für Betriebe und für regionale Wirtschaftskreisläufe."
In den kommenden Monaten dürfte Urlaub im eigenen Land weiter hoch im Kurs stehen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag von Europ Assistance planen 36 Prozent der Befragten einen Urlaub ins Inland. Geht es ins Ausland, sind vor allem europäische Ziele wie Italien (23 Prozent), Kroatien (15 Prozent) und Griechenland (12 Prozent) gefragt. Fernreisen - beispielsweise nach Asien - verlieren dagegen laut der Umfrage aufgrund von Sicherheitsbedenken und den jüngsten Problemen bei großen Flughafen-Drehscheiben wie Abu Dhabi oder Dubai an Bedeutung. Ipsos hat von Februar bis April 11.001 Personen aus 11 Ländern Europas - darunter auch aus Österreich - und 15.000 Personen außerhalb Europas zu ihren Reiseplänen befragt.






