von
"Die Rahmenbedingungen sind herausfordernd, der Wunsch nach Urlaub ist dennoch ungebrochen", erklärte ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek. Trotz hoher Reiseabsicht beeinflussten wirtschaftliche und geopolitische Faktoren die Planung spürbar. "Finanzielle Überlegungen und Sicherheitsbedenken zählen zu den häufigsten Gründen gegen eine Reise", fügte sie hinzu.
Die Befragung im Rahmen des "ÖAMTC Reisemonitorings" zeige klar, dass die Österreicherinnen und Österreicher heuer sparen müssten, aber nicht ganz auf den Sommerurlaub verzichten wollten. Es würden beispielsweise günstigere Unterkünfte gebucht (30 Prozent), es werde in der Nebensaison verreist (22 Prozent), vor Ort bei Restaurantbesuchen, Ausflügen und Eintritten gespart (21 Prozent), kürzer geurlaubt (19 Prozent), seltener verreist (19 Prozent) und verstärkt in Österreich gebucht (17 Prozent). Rund die Hälfte ziehe Reisen mit einer Dauer von acht oder mehr Übernachtungen heuer gar nicht in Betracht.
Das durchschnittliche Urlaubsbudget sei 2026 gegenüber dem Vorjahr von 1.233 auf 1.189 Euro pro Person gesunken. Um Kosten zu sparen, würden Vergleichsplattformen (40 Prozent) und Frühbucherrabatte (32 Prozent) genutzt. 31 Prozent vergleichen den Angaben zufolge Angebote auf unterschiedlichen Geräten, 21 Prozent buchen Tickets online im Vorhinein und 17 Prozent entscheiden sich für Last-Minute-Angebote.
70 Prozent zieht es ins Ausland - hauptsächlich nach Italien (19 Prozent), Kroatien (16 Prozent) sowie Griechenland und Spanien (jeweils 9 Prozent). Die Hälfte der Befragten plant auch einen Österreich-Urlaub. Auf Platz eins rangieren hier Kärnten und die Steiermark (je 18 Prozent), dahinter folgt Oberösterreich (13 Prozent). Das große Plus: Nähe, Sicherheit und gute finanzielle Planbarkeit. Doch Urlaub am Meer bleibt die beliebteste Urlaubsart (59 Prozent). Dahinter folgen Städtereisen (31 Prozent) und Urlaub am See (rund 25 Prozent).
Trotz hoher Treibstoffpreise verreist das Gros der Österreicherinnen und Österreicher im Sommer nach wie vor überwiegend mit dem eigenen Auto (69 Prozent). 36 Prozent entscheiden sich für einen Flug, 23 Prozent nehmen einen Zug.
WIENER NEUSTADT - ÖSTERREICH: FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH





