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Für die Erhebung wurden 10.000 Menschen in Österreich, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, der deutschsprachigen Schweiz, Polen, den Niederlanden, dem flämischen Teil Belgiens, Tschechien sowie der Slowakei nach ihren Winterplänen befragt. Fast 80 Prozent der Ankünfte in der vergangenen Wintersaison seien aus diesen zehn Ländern bzw. Regionen gekommen.
Die Befragung habe gezeigt, dass beim Winterurlaub in Österreich bei weitem nicht nur das Ski- oder Snowboardfahren im Fokus stehe. Viele Urlauberinnen und Urlauber seien Personen, die Freunde oder Familie im Winterurlaub begleiteten, selbst aber keinen Wintersport betrieben. Auch sie würden aber bei der Auswahl des Urlaubsziel mitentscheiden. "Wer nicht Ski fährt, braucht auch einen guten Grund, warum er zu uns kommt", sagte Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) bei der Pressekonferenz. Großes Potenzial sehe sie auch in einer verlängerten Saison: Von jenen, die einen Wintersporturlaub in Österreich für die kommende Saison in Betracht ziehen, würden über 20 Prozent "typischerweise" im März oder April Wintersporturlaub machen.
Eine Blitzumfrage unter heimischen Beherbergungsbetrieben habe ergeben, dass viele Betriebe sich einer noch eher mauen Buchungslage gegenüber sehen. Das heiße nicht, dass die Gäste ausbleiben. Buchungen würden aber immer kurzfristiger reinkommen. Besonders ausgeprägt sei dies bei Gästen aus Österreich selbst, sagte die Obfrau der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler. Die "Betriebe müssen lernen, damit zurechtzukommen".
Wichtig sei auch, in die Digitalisierung der Branche zu investieren. Soziale Medien seien mit 38 Prozent bereits die wichtigste Inspirationsquelle für Urlaubsreisen, erklärte ÖW-Chefin Astrid Steharnig-Staudinger. Rund 13 Prozent der Befragten ziehen zudem KI zu Hilfe, um sich für einen Urlaub zu entscheiden - noch vor Facebook und Tiktok jeweils einzeln betrachtet.
Bezüglich der Saisonnierkontigente würden die Verhandlungen in der Bundesregierung noch laufen, so Zehetner. Die Hotelvereinigung (ÖHV) hatte am Freitag eine rasche Einigung gefordert. Die Tourismus-Staatssekretärin verwies auf das zuständige Sozialministerium unter Ministerin Korinna Schumann (SPÖ). Sie habe aber eine Zusage, "dass es funktionieren wird", so die Zehetner.
