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Betroffen sind vor allem Ausgehviertel und stark frequentierte touristische Treffpunkte. In den Roten Zonen können Platzverweise gegen Personen verhängt werden, die als gefährlich eingestuft werden oder Vorstrafen etwa wegen Drogenhandels, Gewalt, Diebstahls oder Ruhestörung haben. Nach Angaben der Präfektur soll die Maßnahme die Sicherheit von Einwohnern und Touristen angesichts der erwarteten steigenden Besucherzahlen in den kommenden Wochen erhöhen. Polizei und kommunale Sicherheitskräfte wollen ihre Kontrollen insbesondere in den Abend- und Nachtstunden intensivieren.
Inzwischen sind in Lignano bereits viele Jugendliche aus Österreich und Deutschland zum langen Pfingstwochenende eingetroffen. Bürgermeisterin Laura Giorgi hat eine Verordnung unterzeichnet, um mögliche Unruhen durch Touristen, die wie jedes Jahr zu Pfingsten in Scharen in den Badeort strömen, so weit wie möglich einzudämmen. Für das Wochenende ist auch wieder die Zusammenarbeit mit österreichischen Polizeikräften vorgesehen, die gemeinsam mit den italienischen Sicherheitsbehörden eingesetzt werden.
Die Feiern am Pfingstwochenende sind bei Österreichern auch als "Tutto Gas" bekannt. Das Sicherheitskonzept sieht eine deutliche Verstärkung der Einsatzkräfte von Polizei und Carabinieri vor. Zusätzlich werden private Sicherheitskräfte und Sicherheitsdienste in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in stark frequentierten Bereichen eingesetzt. Diese sollen in direkter Verbindung zu den Einsatzkräften vor Ort stehen.
Auch die Verkehrsüberwachung wird verstärkt, insbesondere entlang der Hauptverkehrsachsen während der Wochenenden. Während der Pfingstfeierlichkeiten plant die Gemeinde frühere Sperrstunden für Lokale, Einschränkungen beim Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken zu bestimmten Zeiten sowie eine Begrenzung der erlaubten Lautstärke von Musik.
Über 80.000 Touristen werden zu Pfingsten in Lignano erwartet, davon 20.000 aus Österreich. In den vergangenen Jahren war es wiederholt zu Problemen wegen Alkohol-Exzessen gekommen.
LIGNANO - ITALIEN: FOTO: APA/FMT-PICTURES





