von
Nach Polizeiangaben agierten die kriminellen Gruppen organisiert und nutzten GPS-Geräte und verschlüsselte Kommunikationsmittel, um die Landeorte von Wetterballons präzise zu verfolgen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Die geschmuggelte Fracht sei anschließend eingesammelt und verkauft worden. Dies bedrohe nationale, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen sowie die zivile Luftfahrt und die öffentliche Sicherheit, hieß es.
Litauens Regierungschefin Inga Ruginiene sagte, die Festnahme von mehr als einem Dutzend Beamten sei eine "sehr schmerzliche Nachricht für Staat und Gesellschaft". Sie zeige aber, dass die Strafverfolgungsbehörden handeln und Maßnahmen ergreifen. Im Zuge der Operation wurden den Angaben nach 74 Durchsuchungen durchgeführt. Insgesamt gebe es 49 Verdächtige.
Ende vergangenen Jahres waren vermehrt Wetterballons aus Belarus in den Luftraum über Litauen eingeflogen. Die Ballons werden üblicherweise von Schmugglern eingesetzt, um Zigaretten aus Belarus illegal über die Grenze zu schicken. Dadurch kam es wiederholt zu Störungen des Flugverkehrs. Der Flughafen in der Hauptstadt Vilnius musste mehrfach geschlossen werden.
Seit Dezember gilt in Litauen deshalb der Ausnahmezustand. Dadurch können Behörden und Militär schneller auf Luftraumverletzungen durch Ballons reagieren. Auch wurden die Strafen gegen Schmuggler verschärft - ihnen drohen nun unmittelbar Haftstrafen.





