von
Endgültige Zahlen würden allerdings noch nicht für alle 223 Hütten vorliegen, die über insgesamt rund 10.000 Schlafplätze verfügen. Man verwies darauf, dass einige Hütten noch bis Anfang November geöffnet hätten. Eines stehe aber jedenfalls fest: Immer mehr junge und internationale Gäste würde es auf die Alpenvereinshütten ziehen. Neben Gästen aus Österreich und Deutschland seien zunehmend Besucher aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Tschechien und Großbritannien dort anzutreffen. Im Steigen begriffen sei auch der Anteil außereuropäischer Gäste, etwa aus den USA.
Verbessert habe sich auch die Lage, was Stornierungen und Nicht-Anreisen betrifft. Nachdem man im Juni noch auf Stornoquoten von 30 bis 40 Prozent hingewiesen hatte, habe sich die Situation im Laufe des Sommers entspannt. Dies sei laut Alpenverein auf verstärkte Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit und eine stabile Wettersituation zurückzuführen. "Thema" würden die Phänomene Stornierungen und Nicht-Anreisen aber nach wie vor bleiben.
Indes war der Hüttensommer 2026 auch von der anhaltenden Trockenheit geprägt. Insbesondere auf hoch gelegenen Hütten und in Karstgebieten sei das Wasser im Sommer knapp geworden. Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, mussten auf der Pühringer-Hütte im Toten Gebirge im steirischen Teil des Salzkammergutes beispielsweise "die Klospülungen immer wieder abgestellt und auf das Schöpfen von Wasser mit Kübeln umgestellt werden", wie Hüttenwirtin Susanne Kern berichtete. Mit Maßnahmen wie eingeschränkten Duschmöglichkeiten sowie der Mithilfe der Gäste sei es jedenfalls gelungen, den Betrieb auf den betroffenen Alpenvereinshütten aufrechtzuerhalten, betonten die Verantwortlichen des Österreichischen Alpenvereins.
INNSBRUCK - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ANGELIKA WARMUTH
unbegrenzt verfügbar
