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Nächtigungsrückgang während Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm

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Landesregierung: Event deutlich billiger als ursprünglich geplant
©APA, EXPA, JOHANN GRODER
Die alpine Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm im Februar 2025 hat in der Gemeinde zu einem Rückgang der Nächtigungen und der Bettenauslastung geführt. Das zeigt die Beantwortung einer Anfrage der KPÖ im Salzburger Landtag. Die Kommunisten kritisieren, dass die von der ÖVP-FPÖ-Landesregierung ins Treffen geführte Umwegrentabilität nicht zugetroffen habe. Schwarz-Blau spricht indes von einem wirtschaftlichen Erfolg: Die Kosten der WM seien deutlich unterschritten worden.

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Für die KPÖ traten die im Vorfeld ins Treffen geführten positiven Effekte nicht ein. In Saalbach-Hinterglemm sank die Zahl der Nächtigungen im Februar 2025 um mehr als 60.000 auf 409.000, im gesamten Pinzgau betrug der Rückgang rund 210.000 Übernachtungen. Die Bettenauslastung ging in Saalbach-Hinterglemm von 85,5 auf 79,2 Prozent zurück, im Bezirk von 74,6 auf 69,4 Prozent. Nachhaltig dürfte das Minus allerdings nicht gewesen sein: Ein Jahr nach der WM, im Februar 2026, bewegten sich die Zahlen wieder auf dem Niveau von 2024.

KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl bemängelte in einer Aussendung, dass die Landesregierung in der Anfragebeantwortung nicht sagen konnte, wie hoch die durch die Ski-WM ausgelöste zusätzliche regionale Wertschöpfung war. Außerdem sei nicht evaluiert worden, ob die festgelegten Ziele erreicht wurden. "Man darf sich wohl erwarten, dass geprüft wird, ob die Ausgaben ihren Zweck erfüllen", betonte sie.

Der für Tourismus zuständige LHStv. Stefan Schnöll (ÖVP) meinte dazu in der Beantwortung, dass alle vorgesehenen Förderbedingungen eingehalten worden seien. "Eine Zielerreichung bei Förderungen zu definieren, würde den bürokratischen und finanziellen Aufwand für alle Förderwerber massiv erhöhen." Die Folge: Vereine würden dann zum Teil ihre Arbeit einstellen.

Das kann Hangöbl nicht nachvollziehen: "Die Landesregierung tut so, als ob es sich um einen kleinen, ehrenamtlich geführten Verein handeln würde, den man mit Kontrollen nicht belasten dürfe. Aber hier geht es um den Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm - den größten im ganzen Bundesland."

In einer eigenen Aussendung betonte die Landesregierung, dass eine Wertschöpfungsanalyse der Universitäten Innsbruck und Salzburg und des Management Centers Innsbruck zu dem Schluss kam, dass sich der wirtschaftliche Impuls für die Region durch die Austragung der WM auf 34,7 Millionen Euro belaufen habe.

Insgesamt hat das Land rund 22,5 Millionen Euro in die Ski-WM gesteckt. Der Löwenanteil floss mit 15 Millionen Euro in die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen - etwa den Bau eines neuen Busterminals in Hinterglemm. 6,5 Millionen Euro erhielt der Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm, eine weitere Million ging für Marketingmaßnahmen an die Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLTG).

Wie die Landesregierung betonte, liege nun bis auf wenige Ausnahmen die Endabrechnung der Ski-WM vor. Von den 15 Millionen Euro an Landesförderungen für die Infrastruktur werden dabei voraussichtlich ein bis zwei Millionen Euro wieder in den Haushalt des Landes Salzburg zurückfließen. Statt einem Gesamtbudget von 37,5 Millionen Euro kostet die WM 33 bis 34 Millionen. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler argumentierte zudem mit einem "bleibenden Mehrwert für Bevölkerung". Man habe nicht nur für zwei Wochen WM investiert, sondern in die Zukunft einer ganzen Region.

Auch Sportlandesrat Martin Zauner (FPÖ) wies darauf hin, dass man die Rückflüsse etwa für die Sanierung der Skisprung-Anlage in Bischofshofen gut gebrauchen könne. Allerdings weckt das Geld auch Begehrlichkeiten: Laut "Salzburger Nachrichten" will der Mitorganisator der Ski-WM, der Präsident des Salzburger Skiverbands Bartl Gensbichler, dass das Geld in der Gemeinde bleibt. Hier sind sich KPÖ und FPÖ allerdings selten einig: "Wenn diese Gelder nicht vollständig gebraucht wurden, ist es völlig klar, dass sie an das Land zurückfließen", betonte Hangöbl.

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