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Kärntner Motorbootabgabe steigt deutlich

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Die Kärntner Landesregierung hat am Dienstag eine Erhöhung der Motorbootabgabe um 50 Prozent beschlossen. Außerdem dürfen die Mittel - zuletzt 2,8 Millionen Euro jährlich - künftig auch für Hochwasserschutz verwendet werden, hieß es bei der anschließenden Pressekonferenz. Die Zweckwidmung der Abgabe für den Ankauf von Seegrundstücken, eine zentrale Forderung des Seenvolksbegehrens, wurde 2022 vom Landtag beschlossen. Gekommen ist es bisher zu keinem Ankauf.

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Das Seenvolksbegehren hatten 2020 knapp 12.000 Kärntnerinnen und Kärntner unterstützt. Es ging darum, Seegrundstücke für die Öffentlichkeit zu sichern. Die Politik griff damals unter anderem die geforderte Zweckwidmung der Motorbootabgabe auf. Bisher standen die Einnahmen aus der Abgabe für den Ankauf von Seegrundstücken sowie zur Verbesserung der Gewässerökologie zur Verfügung, hieß es beim Land, in Zukunft also auch für Hochwasserschutz.

Am Wörthersee, Millstätter See und Ossiacher See sind in Summe, gewerblich und privat, 446 Motorboote mit Verbrenner und 627 Elektroboote registriert. Am Weissensee sind weitere vier Motorboote, am Faaker See zwei registriert. Damit sind in ganz Kärnten 1.079 Motorboote registriert. Auf den Vormerklisten für eine Motorbootlizenz an den drei erstgenannten Seen stehen fast 10.000 Personen. Die Motorbootabgabe beträgt künftig monatlich 2,46 Euro pro kW für reine Elektroboote und 3,74 Euro pro kW für Motorboote mit Verbrenner- oder hybridem Motor. Ausnahmen existieren, etwa für Motorboote von Einsatzorganisationen.

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