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Italien bei Bau von Kreuzfahrtschiffen weltweit führend

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China dominiert Schiffbau insgesamt
©APA, dpa, BODO MARKS
Italien ist laut einer Studie der staatlichen Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) weltweit führend beim Bau von Kreuzfahrtschiffen. Von 2026 bis 2039 entfallen demnach 57 Prozent der globalen Bestellungen und 54,4 Prozent des Auftragswerts auf italienische Werften. Eine zentrale Rolle spielt der in Triest beheimatete Schiffbaukonzern Fincantieri. Auf ihn entfallen 56 Prozent der weltweit bis 2039 zur Auslieferung vorgesehenen Kreuzfahrtschiffe.

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Zusammen mit der italienischen Werft T. Mariotti erreicht Italien damit einen Anteil von 57 Prozent. Auf die deutsche Meyer-Werft entfallen 19 Prozent, auf die französische Chantiers de l'Atlantique 14 Prozent. Auch beim Auftragswert liegt Italien vorn: Fincantieri kommt auf 54 Prozent, T. Mariotti auf weitere 0,4 Prozent. Meyer Werft und Meyer Turku erreichen zusammen 27 Prozent, Chantiers de l'Atlantique 17 Prozent.

Insgesamt zählt die italienische Schiffbauindustrie laut CDP 451 Unternehmen außerhalb des Jachtbaus und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 7,9 Milliarden Euro. Die gesamte Wertschöpfungskette des Schiffbaus kommt auf 4,8 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 1,7 Milliarden Euro auf den eigentlichen Bau von Schiffen und schwimmenden Strukturen.

Die italienische Schiffbauindustrie profitiert dabei von einem weit verzweigten Zuliefernetz. Rund 3 Milliarden Euro der gesamten Wertschöpfung entstehen laut CDP außerhalb des eigentlichen Schiffbaus - unter anderem in den Bereichen Planung, Design, Ingenieurwesen, Forschung und Entwicklung, Materialien, Antriebssysteme, Elektronik sowie bei Logistik sowie Wartung und Reparatur.

Der globale Schiffbau wird weiterhin von Asien dominiert. China steht inzwischen für mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion und rund 60 Prozent der Aufträge. Südkorea und Japan folgen auf den Plätzen zwei und drei. Europa kommt insgesamt auf lediglich rund 3 Prozent der weltweiten Produktion.

Während die asiatischen Werften vor allem bei standardisierten Frachtschiffen und Tankern stark sind, konzentriert sich Europa auf technologisch anspruchsvollere Nischen. Italien und Frankreich sind insbesondere auf Passagierschiffe spezialisiert. Kreuzfahrtschiffe und Fähren machen rund 75 Prozent der italienischen Schiffbau-Exporte und 64 Prozent der französischen Ausfuhren aus.

02.07.2024, Hamburg: Das Kreuzfahrtschiff "Queen Anne" läuft beim Erstanlauf in den Hamburger Hafen ein. Am Abend soll das Schiff gegen 19.00 Uhr Hamburg wieder verlassen. Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.

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