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Fluglinie Delta wagt keine Jahresprognose

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Delta übt sich in Zurückhaltung
©Getty Images North America, APA, BRANDON BELL
Die US-Fluggesellschaft Delta wagt nach dem sprunghaften Anstieg der Kerosinpreise wegen des Iran-Kriegs keine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Im Zwischenbericht für die Monate Jänner bis März rechnet Vorstandschef Ed Bastian für das zweite Quartal mit einem Anstieg der Treibstoffkosten um mehr als 2 Mrd. US-Dollar (1,7 Mrd Euro), wie die Gesellschaft am Mittwoch in Atlanta mitteilte.

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Dennoch dürfte der Vorsteuergewinn etwa eine Milliarde Dollar und der bereinigte Gewinn je Aktie bis 1,50 Dollar erreichen. Analysten hatten im Schnitt mit 1,45 Dollar gerechnet.

Für die Delta-Aktie ging es im vorbörslichen US-Handel allerdings um mehr als elf Prozent aufwärts, nachdem die USA, Israel und der Iran eine zweiwöchige Waffenruhe am Persischen Golf bekannt gegeben hatten. Wegen des Kriegs in der für den Ölmarkt wichtigen Region waren die Kerosinpreise immens gestiegen.

"Der jüngste Anstieg der Treibstoffkosten belastet derzeit den Gewinn", berichtete das Delta-Management. Im laufenden Quartal dürfte der Umsatz im Jahresvergleich um einen niedrigen Zehner-Prozentsatz steigen. Die Nachfrage bleibe stark. Andererseits habe Delta das Flugangebot verringert und einiges unternommen, um die gestiegenen Kerosinkosten zu kompensieren.

So gab die Airline im ersten Quartal über 2,7 Mrd. Dollar für Treibstoff aus, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwar stieg der Umsatz um 13 Prozent auf knapp 15,9 Mrd. Dollar. Der operative Gewinn ging jedoch um 12 Prozent auf 501 Mio. Dollar zurück, weil neben den Ausgaben für Kerosin auch die Aufwendungen für das Personal wuchsen. Unter dem Strich stand wegen Verlusten bei Finanzanlagen sogar ein Fehlbetrag von 289 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 240 Mio. im Vorjahreszeitraum.

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