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Welche Cola-Mythen
stimmen wirklich?

Was stimmt? - Welche Cola-Mythen
stimmen wirklich? © Bild: 2017 Getty Images

Enthielt Coca-Cola früher wirklich Kokain? Kann man mit Cola Rost entfernen? Wird der Softdrink auf der ganzen Welt verkauft? Wir haben die Antworten.

Um Coca-Cola ranken so einige Mythen. Cola löst Fleisch auf, in Coca-Cola war früher Kokain enthalten, usw. Aber was ist dran an den Spekulationen und was stimmt überhaupt nicht? News hat Adrian Cernautan, Country Manager von Coca Cola Austria, mit den gängigsten Mythen konfrontiert.

Mythos 1: Enthielt Coca-Cola früher wirklich Kokain?

Das Kokain-Gerücht um Coca-Cola hält sich hartnäckig. Betrachtet man den Namen des Softdrinks, erscheint die Annahme auch gar nicht abwegig. Coca Cola eine Ableitung aus den Zutaten Kokablatt (englisch: "coca leaves") und der Kolanuss (englisch: "cola nut")?
2006 veröffentlichte der Wiener Pharmazeut Wilhelm Fleischhacker einen Artikel über Kokain und nahm Bezug auf den Softdrink. Demnach enthielt ein Liter Coca-Cola bis zum Jahr 1903 etwa 250 Milligramm Kokain.

Antwort von Coca-Cola: "Stimmt nicht. Coca-Cola enthält kein Kokain und es wurde auch in der Vergangenheit nicht zugesetzt"

Mythos 2: Cola löst Fleisch auf

Fleisch in den Softdrink legen und am nächsten Tag ist das Steak verschwunden? Für dieses Phänomen soll die Phosphorsäure verantwortlich sein.

Antwort von Coca-Cola: "Stimmt nicht. Nach einem Tag in Cola eingelegt ist das Stück Fleisch noch da. Es gibt sogar spannende Rezepte, bei denen man Fleisch in Cola einlegt und sozusagen mariniert - schmeckt gut."
(Anm. Redaktion: Die enthaltene Phosphorsäure sorgt lediglich dafür, dass das Fleisch aufquillt.)

Mythos 3: Coca-Cola wird überall auf der Welt verkauft - bis auf: Nordkorea, Myanmar und Kuba

In Nordkorea wird offiziell keine Coca-Cola verkauft, ebenso wenig wie in Myanmar und in Kuba. Stimmt das?

Antwort von Coca-Cola: "Solange die USA noch ein Wirtschaftsembargo verhängt haben, können wir in Kuba offiziell kein Coca-Cola verkaufen. Auch nach Nordkorea exportieren wir nicht. In Myanmar wird Coca-Cola jedoch verkauft.

Mythos 4: Das Coca-Cola Rezept ist fest verschlossen in einem Safe und nur zwei Personen kennen das Rezept

Niemand kennt das Rezept. Nicht einmal die Mitarbeiter des Unternehmens. Die Coca-Cola-Formel liegt angeblich in einem Safe in Atlanta.

Antwort von Coca-Cola: : "Ich kenne das Rezept auch nicht (lacht). Aber so geheim ist der Safe, in dem es ist, auch nicht. Im "Gewölbe" des Coca-Cola-Museums am Firmensitz in der US-Stadt Atlanta ist eine Metallbox zu sehen, in der das Rezept aufbewahrt wird. Es ist wie bei jedem guten Chefkoch: Auch wenn Sie die Zutaten kennen, auf die Zusammensetzung kommt es an."

© George Frey/Getty Images/AFP

Mythos 5: Mit Coca-Cola lässt sich Rost entfernen

Rostige Nägel in Cola einlegen und der Rost ist weg? Ist erneut die Phosphorsäure im Spiel, die auch beim "Fleisch-Mythos" eine Rolle spielt?

Antwort von Coca-Cola: : "Ja, das stimmt. Mit Coca-Cola kann man Rost entfernen. Aber es wäre doch eher eine Verschwendung, Coca-Cola dafür zu verwenden."

Mythos 6: Die Coca-Cola-Flasche ist einem Frauenkörper nachempfunden

"Humpelrock" nennt sich die berühmte Flaschenform, die sich das Unternehmen bereits 1915 patentieren ließ. Scheinbar soll der Konsument beim Anblick der Flasche unterbewusst an den Körper einer Frau denken.

Antwort von Coca-Cola: : "Der Auftrag lautete damals, eine Flaschenform zu kreieren, die ich auf Anhieb wiedererkenne. Die der Konsument anfasst und weiß, das ist eine Coca-Cola. Einem Frauenkörper ähnelt die Form nicht."

Mythos 7: Coca-Cola schmeckt aus der Glasflasche besser als aus der Plastikflasche

Geschmäcker sind verschieden. Den einen mundet der Softdrink aus der Glasflasche besser als aus der Plastikflasche; andere greifen gleich zur Dose.

Antwort von Coca-Cola: : "Das Produkt ist überall ident. Ob aus der Glasflasche, der Dose oder der Plastikflasche. Es macht demnach kein Unterschied, aus welchem Behältnis Sie trinken, Vielmehr macht die Temperatur den Unterschied."

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