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Staatsverschuldung: Höhere Steuern drohen

Nach der Wahl klafft ein 40-Milliarden-Loch: Regierung braucht Geld vom Steuerzahler

Budget - Staatsverschuldung: Höhere Steuern drohen © Bild: REUTERS/Heinz-Peter Bader

Wir haben derzeit 233 Milliarden Euro Schulden, das sind 31.000 Euro für jeden Österreicher. Aber es kommt noch dicker. Die Regierung braucht bis 2018 noch mehr Geld vom Steuerzahler, und zwar für: die Hypo Alpe Adria Kärnten (4 - 14 Milliarden Euro), die Volksbanken und Kommunalkredit (5 Milliarden Euro), die Pensions-Deckung (10 Milliarden Euro), die Staatszinsen inklusive Schulden (ÖBB, Asfinag, BIG; ca. 10 Milliarden Euro), die ESM-Verpflichtung für Griechenland (1 Milliarde Euro).

Haarig. Grauslich. Horribel. So deftig umschreiben Finanzexperten und Politiker unter der Hand den absolut härtesten Brocken zur Bildung der neuen Bundesregierung, um die Staatsfinanzen. Denn in der kommenden Woche, ab 8. November, geht es erstmals ans Eingemachte für die Großkoalitionäre, um den tatsächlichen „Kassasturz” der Republik.

Die Prognosen sind einigermaßen erschreckend: Die neue Regierung wird einen finanziellen Konsolidierungsbedarf in den kommenden fünf Jahren bis 2018 von satten 25 bis 28 Milliarden Euro zu stemmen haben. Im besten Fall. Im schlechtesten Fall, im Worst-Case, womöglich gar bis zu 40 Milliarden!

Fazit: Von den vollmundigen Politiker-Versprechen im Wahlkampf, die Bürger steuerlich erheblich entlasten zu wollen und schon gar keine höheren oder neuen Steuern zuzulassen, wird am Ende der Koalitionsverhandlungen keine Rede mehr sein. Im Gegenteil: Um den finanziellen Konsolidierungsbedarf der Bundesfinanzen überhaupt bewältigen zu können, werden Staatsausgaben erheblich reduziert und, allen Versprechungen zum Trotz, die Steuerschrauben nach oben gedreht werden müssen. Denn unbestrittene Experten wie Christian Keuschnigg (Institut für Höhere Studien) und Bernhard Felderer (Staatsschulden- Ausschuss) sagen ganz klar: kein Geld in der Regierungskasse mehr, aber etliche Rechnungen, die auf die Republik zukommen können.

Das Pensions-Problem

Satte 10 Milliarden Euro fehlen, hochgerechnet allein bis 2018, in den Pensionskassen. Einer der Finanzverhandler hörbar resignierend über den Grund dafür: „Es hat einfach nicht geklappt mit dem Anheben des Pensionsalters.”

Pensionsexperten legen der künftigen Regierung daher dringend ans Herz, das Pensionsalter mit der Lebenserwartung steigen zu lassen. Und die Frauen rascher den Männern gleichzustellen – Pensionsantritt mit 65, zumindest. Ältere Arbeitnehmer jedenfalls sollten länger als jetzt im Arbeitsprozess belassen werden. Wie etwa in Deutschland, wo der Pensionsantritt mit 70 schon heftig und kontrovers diskutiert wird. Gelänge die Anhebung des Pensionsalters in Österreich auf einen Schlag um nur ein Jahr, brächte das bereits 1,4 Milliarden Euro Entlastung für die Pensionskassen, heißt es in Verhandlerkreisen. Nach wie vor weist die Statistik den durchschnittlichen Pensionsantritt unter 60 aus. Ein Experte: „Es müssen Reform- Hämmer her.” Zwar versuchte Dienstagabend die staatliche Penionskommission finanziell zu beruhigen, aber forderte zugleich erneut massive Reformen ein.

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Kommentare

christian95 melden

Sparen, sparen, sparen ... verkünden uns die beiden Flachwurzler immer wieder. Weiterhin denken sie nicht daran diese 9 Bundesländer, die in Wirklichkeit einen eigenen Staat im Staat bilden aufzulassen.
Seit der Kaiserzeit gilt: "Jeder Bürger muss mit dem Ochsenkarren an einem Tag die Verwaltung erreichen können". Daher haben wir noch heute mit Autos und Computer 99 BH´s......

christian95 melden

Der Internationale Währungsfonds schlägt eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben in der Höhe von zehn Prozent vor. Damit würden Sparer in Österreich erneut Milliarden verlieren. Die Zinsen auf Sparguthaben sind niedrig. Das bedeutet, dass Sparer sukzessive Geld verlieren, während die Staaten ihre Schulden bequem abbauen können. Pro Jahr entgehen den österreichischen Sparern dadurch 3,5 Milliarden Euro.

Forest w.

Tja wir hätten das auch geschaft wie in Deutschland einen Ausgeglichenen Haushalt ,wenn wir nicht so viele Beamte hätten die eine wünderschöne pension Genießen von 10tausend oder mehr ,das freut und doch oder nicht,Die Steuerabgaben sind grausam und die Reichen werden Reicher und dann kracht irgendwann das system wenn sie alles haben und dann die kleinen auf die Straßen gehen und Demonstrieren!

Warum die Aufregungen ? Es wird doch wohl keiner der nur halbwegs bei Verstand ist geglaubt haben, dass der Weihnachtsmann die Steuern bezahlt und die Schuldenlast die Österreich weiter in den Abgrund treibt, bereinigt ? Wacht endlich auf ! Die Insel der Seeligen gibts nicht mehr. Und jeder der den Wahlversprechen der Politiker Glauben geschenkt hat, der möge diese Politiker verklagen wegen grob fahrlässiger Täuschung des Sounveräns.

IMMER nach Wahlen bedanken sich SPÖ+ÖVP bei ihren Wählern mit Steuererhöhungen.

derpradler
derpradler melden

Oh! Was für geistreiche Kommentare.............

christian95 melden

Steuerquote (lt. Wiener Zeitung – Quelle OECD)

Österreich 43% (dürfte heuer bei 46% liegen)

Deutschland 36,4%

Spanien 33%

Schweiz 29,4%

USA 26,6%

Türkei 23,5%

OECD Schnitt liegt bei 34%

wenn man jetzt spart bis 2020, dann sind fast alle arbeitslos und dann ist das steuereinkommen niedriger als die arbeitslosenzahlung und österr. ist pleite

die kleinverdiener zahlen nicht viel steuer, der gröste abzugsposten ist SV und was dann übrig bleibt ist zu versteuern.
so mancher meint er zahle enorm viel steuer und in wirklichkeit zahlt er dann zb: 0-150

mit den lohnerhöhungen kann man in höhere steuergruppe kommen, weil man den rahmen nicht ändert.
jetzt kommt noch wer der meint man solle bei steuer nichts ändern bis 2020

WARUM MÜSSEN WIR SCHULDEN BEI PRIVATBANKEN ZURÜCKZAHLEN, DIE GELD AUS LUFT SCHÖPFEN UND ZU 1% DAFÜR HAFTEN? SCHAFFT ENDLICH DAS PYRAMIDENSPIEL ZINSESZINS AB!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Stimmt es, dass man bereits nach 5 TAGEN Anwesenheit im Parlament seinen Pensionsanteil in Höhe von über 10 TAUSEND monatlich LEBENSLANG erworben hat??.... Da wird Fr Linder vermutlich die nächsten 8 Tage dann bald in Pension gehen und auf ihre "nur" 18.356,- verzichten und lieber über 10.000 mtl. lebenslang Pension kassieren :)

mueckenstrunz melden

soviel ich weiss war früher 5j und jetzt 6j

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/462197/PolitikerPensionen-kosten-165-Millionen-Euro-im-Jahr-

Da das vor fast 4 Jahren war, sind wir mittlerweile bei fast 20 Mille jährlich angelangt !! Also 1,4 Mille mtl. und das 14x pro Jahr....

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Von diesen 20 Mille pro Jahr entfällt gut die Hälfte auf rund 70 Ex Nationalratsabgeordnete, die in Pension sind...

http://salzburg.orf.at/news/stories/2612236/

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