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Die Opernball-Damen

Was wäre der Ball ohne seine Organisatorinnen: Von Schönfeldt bis Treichl-Stürgkh

Menschen - Die Opernball-Damen © Bild: Alexander Tuma/Starpix

Was wäre der Opernball ohne seine Organisatorinnen. Seit dem zweiten Weltkrieg, als der Ball an der Wiener Staatsoper wiederauferstand, kümmern sich Damen um den gesamten Ablauf. Den Anfang machte Christl Gräfin Schönfeldt. Ihr folgten Lotte Tobisch-Labotýn, Elisabeth Gürtler-Mauthner sowie Desirée Treichl-Stürgkh. Was sie geändert haben und was sie heute machen.

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1956–1980: Christl Gräfin Schönfeldt war die erste Opernball-Organisatorin. Der Ball wurde am 9. Februar 1956 erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder veranstaltet, 1991 wurde er wegen des Golfkrieges wieder ausgesetzt, da für die Sicherheit der zahlreichen in- und ausländischen (Staats-)Gäste nicht garantiert werden konnte. Christl Gräfin Schönfeldt verstarb am 30. Dezember 2013 in Wien.

Christl Gräfin Schönfeldt (l) und Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh
© APA/GEROG HOCHMUTH Christl Gräfin Schönfeldt (li) neben Desirée Treichl-Stürgkh

1981–1996: Lotte Tobisch-Labotýn, die eigentlich Schauspielerin war, gilt als Inbegriff der Wiener Salondame. Sie war eine Tochter aus gutem Hause, besuchte die besten Schulen und wurde in der breiten Öffentlichkeit vor allem durch die Organisation des Opernballs bekannt. Derzeit ist sie Präsidentin des Vereins "Künstler helfen Künstlern", der ein Heim in Baden betreibt.

Die ehemalige Opernballorganisatorin Lotte Tobisch 2003
© APA/GUENTER R. ARTINGER

1999–2007: Mit Elisabeth Gürtler-Mauthner änderte sich einiges. Nicht mehr jeder konnte die begehrten Parterre- und Ranglogen mieten, sondern lediglich Donatoren. Nur wer einen saftigen Jahresbeitrag von 6.800 Euro (plus 10 % Umsatzsteuer) leistete, dufte diese weiterhin halten. Seit 2005 darf am Opernball nicht mehr geraucht werden - außer in den beiden Rauchersalons. 1990, nach dem Tod ihres Ex-Mannes Peter Gürtler, übernahm sie das Hotel Sacher in Wien, das Hotel Österreichischer Hof in Salzburg sowie der Sachertorten AG. Außerdem leitet sie seit 1. Dezember 1990 gemeinsam mit Erwin Klissenbauer die Spanischen Hofreitschule. Dort veranstaltet sie seit 2010 den Sommerball "Fête Impériale".

Opernball-Organisatorin Elisabeth Guertler
© APA/ GUENTER R. ARTINGER

2008 - 2016: Desirée Treichl-Stürgkh ist die derzeitige Opernball-Lady. Sie führte 2008 auch gleich das generelle Rauchverbot ein - es wurden jedoch kleinere Raucherbars eingerichtet. Außerdem wird seit dem ein überdachtes Entrée vor der Oper aufgebaut, inklusive rotem Teppich. Seit 2009 wurde die Eröffnungszeremonie jedes Jahr von einer anderen Tanzschule choreografiert. Es ist immer ein anderes Bundesland dran, damit auch jeder die Chance hat zum Zug zu kommen. Davor war es immer die Aufgabe der Tanzschule Mühlsiegel in Kooperation mit der Tanzschule Elmayer. Desirée Treichl-Stürgk, die einer altösterreichisch gräflichen Adelsfamilie entstammt, ist mit dem österreichischen Bankmanager Andreas Treichl, dem Generaldirektor der Erste Group, verheiratet und hat drei Kinder. Wenn sie nicht gerade den Opernball organisiert, ist sie Herausgeberin und Chefredakteurin des Wohnmagazins H.O.M.E.

Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh
© APA/HELMUT FOHRINGER

Organisatorinnen des Opernballs:
1956–1980: Christl Gräfin Schönfeldt
1981–1996: Lotte Tobisch-Labotýn
1999–2007: Elisabeth Gürtler-Mauthner
2008 - 2016: Desirée Treichl-Stürgkh

Die Verantwortlichen für die Choreographie der Eröffnungspolonaise:
2009: Tanzschule Kummer, Graz
2010: danceschool horn, Linz sowie Tanz&more Werner Dietrich, Bad Mitterndorf
2011: Tanzschule Hieble, Dornbirn
2012: Tanzschule isi-dance, Bruck an der Leitha
2013: Tanzschule Iris Huber, Villach
2015: Tanzschule Luger, Salzburg
2016: Tanzschule Svabek, Wien

Thoma Elmayer
© APA/ERWIN SCHERIAU Thomas Schäfer-Elmayer war davor zuständig für die Eröffnung

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