Olympia-Saison für Deutsche Maria Riesch ist zu Ende: Kreuzbandriss bei Aspen-RTL

Verletzungspech des deutschen Teams prolongiert DSV-Damenchef Maier: "Das ist extrem frustrierend"

Für die deutsche Skirennläuferin Maria Riesch ist die Olympia-Saison vorzeitig vorbei. Die 21-Jährige zog sich am Samstag beim Sturz im Weltcup-Riesentorlauf von Aspen einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und fliegt bereits am Sonntag nach Hause. Der Verband des Team-Weltmeisters Deutschland kommt damit aus den Katastrophenmeldungen im Alpinsektor nicht heraus.

"Das ist extrem frustrierend. Zuerst Hilde Gerg, jetzt auch noch Riesch, damit sind die beiden Zugpferde weg", sagte DSV-Damenchef Wolfgang Maier. Gerg hatte erst im November ihren Rücktritt erklärt, nachdem sich die beste deutsche Abfahrerin beim Training in Copper Mountain ebenfalls eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte. Im Herrenlager hatten vor der Saison mit Florian Eckert und Max Rauffer die zwei stärksten DSV-Abfahrer ihre Karriere beendet.

Riesch zog sich bei ihrem Sturz neben dem Riss des vorderen Kreuzbandes auch noch einen Meniskusschaden sowie Knorpelverletzungen und eine Knochenstauchung im linken Knie zu. Das 21-jährige Supertalent aus Partenkirchen, das bis auf den Riesentorlauf in bereits allen alpinen Einzeldisziplinen Siege gefeiert hat, hat sich damit in den vergangenen 13 Monaten mehrere Verletzungen zugezogen.

Im November 2004 hatte die Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2003/04 eine Fraktur in der Schulter erlitten, im Jänner folgte ein Kreuzbandriss im rechten Knie, der einen Verzicht auf die WM in Bormio erzwang. Auf dem Weg zu ihrem Comeback warf sie im September zudem eine in Neuseeland erlittene Schienbeinkopf-Verletzung zurück und beim Oktober-Training in Sölden hatte sich Riesch auch noch einen Mittelhandknochenbruch zugezogen, der aber geheim gehalten worden war.
(apa/red)