Eishockey von

Nödl und Lange im Olympia-Kader

Teamchef Viveiros nimmt in letzter Minute Veränderungen vor. Wegen Vanek-Kritik?

Matthias Lange im Tor der Iserlohn Roosters im DEL-Spiel gegen Red Bull München © Bild: GEPA pictures/ Citypress24 / Lars Schroeer

Österreichs Eishockey-Teamchef Manny Viveiros hat sich quasi in letzter Minute zu Änderungen im Kader für die Olympischen Spiele entschlossen. Der ehemalige NHL-Stürmer Andreas Nödl (Red Bull Salzburg) und Mathias Lange, Einser-Torhüter beim DEL-Club Iserlohn Roosters, haben den Sprung nach Sotschi doch noch geschafft. Andreas Kristler (Salzburg) und Fabian Weinhandl (KAC) mussten dem Duo Platz machen.

Die Nominierung des ursprünglichen 25-Mann-Kaders am 7. Jänner hatte einigen Staub aufgewirbelt. Vor allem der Vorzug von KAC-Zweiertorhüter Weinhandl gegenüber dem DEL-Stammtorhüter Lange wurde kritisiert, ganz offen von NHL-Star Thomas Vanek. Auch die ursprüngliche Nicht-Berücksichtigung von Nödl überraschte, nun sind beide doch noch dabei.

"Es waren keine leichten Entscheidungen, aber es war aufgrund der Situation notwendig", betonte Viveiros. "Weinhandl hat in den letzten Wochen beim KAC kaum gespielt und deswegen nehmen wir einen Torhüter, der jede Woche gespielt hat und die Matchpraxis hat, die für Olympia notwendig ist", erklärte er den Torhüter-Tausch. Bei Nödl habe sich die körperliche und spielerische Situation "so stark gebessert, daher haben wir ihn hereingeholt. Obwohl es keine leichte Entscheidung war, Kristler zu Hause zu lassen."

NHL-Legionäre reisen extra an

25 Spieler werden am 5. Februar in den Flieger von Wien nach Sotschi einchecken, weil die drei Ersatzspieler Dominique Heinrich (Salzburg), Markus Peintner (VSV) und Rafael Rotter (Vienna Capitals) ebenfalls mitgenommen werden. Die drei NHL-Spieler Vanek, Michael Grabner und Michael Raffl reisen mit einem der vier NHL-Charter direkt von Nordamerika an und werden am 10. Februar in Sotschi erwartet.

Gibt es bis dahin keine Verletzungen, müssten Heinrich, Peintner und Rotter voraussichtlich am 11. Februar die Heimreise antreten. Besonders bitter für Peintner, der Österreich zur ersten Olympia-Teilnahme nach zwölf Jahren geschossen hat. Der VSV-Stürmer hat beim Qualifikationsturnier im Februar des Vorjahres in Bietigheim-Bissingen im Spiel gegen Deutschland (2:3 nach Verlängerung) den letztlich entscheidenden Treffer zum 2:2 erzielt (53.).

Das olympische Eishockey-Turnier beginnt am 13. Februar. Österreich trifft in der Gruppe B auf Finnland (13.2.), Titelverteidiger Kanada (14.2.) und Norwegen (16.).

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